Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Bauen & Wohnen Wunschkonzert im ganzen Haus
Mehr Bauen & Wohnen Wunschkonzert im ganzen Haus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:08 01.02.2010

Elton John im Wohnzimmer, ein Hörbuch im Bad, entspannte Klaviermusik im Schlafraum und die Melodie von Käpt’n Blaubär im Kinderzimmer: Die Zahl der elektronisch beschallten Räume in Eigenheimen und Wohnungen nimmt nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (GfU) ständig zu. Um das Wunschkonzert im ganzen Haus ohne Störungen und Überschneidungen genießen zu können, gibt es zahlreiche technische Möglichkeiten. „Den richtigen Weg findet nur, wer planvoll vorgeht und vorher genau weiß, was er will“, betont GfU-Sprecher Roland Stehle.

Die solideste Variante beginnt schon beim Bau, sagt Rainer Bechtold vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) in Frankfurt/Main. „Ein intelligentes Haus verfügt heute über ein fest installiertes Bus-System, das auch den Hi-Fi-Bereich abdeckt. Über dieses Ringsystem von Kabeln, das alle Räume erreicht, werden auch Beleuchtung, Heizung und Jalousien gesteuert.“ Dabei sei eine Integration der Beschallung technisch kein Problem, sagt Bechtold, der von kabellosen Funkvernetzungen eher abrät: „Da muss man unter Umständen Zugeständnisse bei der Klangqualität machen.“

„Bei drahtlosen Systemen kann es zu Störungen kommen, etwa wenn Wände aus Stahlbeton oder besonders starke Mauern im Weg liegen“, bestätigt GfU-Sprecher Stehle. Diese könnten aber mit Zwischenstationen, sogenannten Repeatern, überwunden werden. Der Experte empfiehlt in jedem Fall, vor dem Kauf einen Fachhändler zurate zu ziehen, der den Wohnbereich auf Funklöcher überprüfen kann. Oftmals seien auch herkömmliche Methoden vernünftiger, gibt Stehle zu bedenken. „Wer beispielsweise nur auf eine einzige Musikquelle gleichzeitig zurückgreifen möchte, im ganzen Haus also dasselbe Programm hören will, der sollte von seiner Stereoanlage einfache Lautsprecherkabel zu den anderen Zimmern ziehen.“ Eine weitere Möglichkeit sei, das vorhandene 230-Volt-Stromnetz zur Klangübertragung zu nutzen. „Über einen Powerline-Adapter kann man an jeder Steckdose einen Verstärker mit Boxen anschließen und das von der Hi-Fi-Anlage angesteuerte Programm hören“, erläutert Stehle.

Unterhaltungselektronikexperte Daniel Schrader vom Online-Infodienst „CNET.de“ rät zur großen Lösung, die kaum noch Wünsche offenlässt. Ein solches System kann mehr als 30 funkvernetzte Empfänger haben, arbeitet ohne zentralen Musikserver und ist mit mehreren Fernbedienungstastaturen im ganzen Haus steuerbar. Die Musik kommt von der heimischen PC-Festplatte oder über einen DSL-Router direkt aus dem Internet. So können auch bis zu 10 000 Radiosender empfangen werden.

„In jedem Raum kann andere Musik laufen, es können aber auch mehrere oder alle Empfänger synchron geschaltet sein“, sagt Daniel Schrader. Weil das System ohne zentralen Server auskomme, bleibe dem Nutzer auch die echohafte Zeitverschiebung des Musikprogramms zwischen den Zimmern erspart. „Es funktioniert einfach perfekt und ist einfach zu bedienen“, schwärmt der Experte.

Für erste Versuche ohne große Investition eignet sich jeder Computer, der über einen Internetzugang verfügt und der über einen Tonausgang mit der Stereoanlage oder einem Set Aktivlautsprechern verbunden werden kann. Besonders flexibel sind Laptops mit Wlan-Karte. Das Internetportal www.radio.de bietet eine übersichtliche Senderauswahl und ermöglicht, Internetradio ohne zusätzliche Softwareinstallationen zu hören.

Von Thomas Voigt

Radio-Aktivität
Herkömmliches Ukw-Radio soll im Jahr 2015 abgeschaltet werden, als Nachfolger ist der Standard DAB vorgesehen. Der Vorteil: Die Frequenzen könnten besser ausgenutzt werden. Der Nachteil: Etwa 300 Millionen Ukw-Radios allein in Deutschland würden schlagartig nutzlos, DAB-Empfänger sind mit etwa 150 Euro pro Stück noch recht teuer, und der 15 Jahre alte Standard gilt bei Experten als längst veraltet. Branchenkenner gehen davon aus, dass Ukw auch weiter betrieben wird, weil sich die Alternativen nicht bei den Kunden durchsetzen. Viele Musikliebhaber bevorzugen eigene Musiksammlungen oder Musik aus dem Internet. Weil die Sender ihr Programm ins Internet einspeisen, bieten sich bei Neuanschaffungen mit Internetzugang, ein Internetradio an. rck

  • Unser Tipp: Wer sich sein ganz persönliches Radiopramm zusammenstellen will, findet alles, was das Hörerherz begehrt, auf dem Portal radio.de. Eine tolle Alternative zum Formatradio. Bei dieser musikalischen Reise um die Welt entdeckt man dazu viele neue Künstler und Musikstile.
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Bauen & Wohnen Energieeinsparverpordnung (EnEV) - Strengere Regeln fürs Energiesparen

Anforderungen an Wärmedämmung steigen um 30 Prozent. Langsames Aus für Nachtspeicherheizungen.

01.02.2010

Strom aus erneuerbaren Energien schont die Umwelt. Umstellung ohne Handwerker und auch für Mieter möglich.

01.02.2010

Risse mit mehr als 0,2 Millimeter Breite gelten als Sicherheitsrisiko. Gipsmarke schafft Klarheit.

01.02.2010