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Wohnen in Hannover und der Region
Moderner Wohnungsbau: Das Vitalquartier im Stadtteil Seelhorst  soll Hunderten Menschen ein neues Zuhause bieten, geplanter Baubeginn 2018.

Moderner Wohnungsbau: Das Vitalquartier im Stadtteil Seelhorst soll Hunderten Menschen ein neues Zuhause bieten, geplanter Baubeginn 2018.

Baustand in Hannover

Tausende neue Wohnungen entstehen in der Stadt

Immer mehr Menschen wohnen in Hannover, die Mieten steigen. Zahlreiche Neubauprojekte sollen die Situation entspannen.

Hannover. Hannover bleibt Boom-Stadt: In den vergangenen sechs Jahren ist die Zahl der Einwohner um mehr als 5 Prozent gewachsen. Viele Tausend Menschen müssen mit Wohnungen versorgt werden. Leerstand? Gibt es kaum noch. Das lässt die Mieten steigen, besonders in beliebten Vierteln. Um dem entgegenzuwirken, will die Stadt pro Jahr mindestens 1000 neue Wohnungen auf den Weg bringen.

Erster Spatenstich in Limmer

Zum Beispiel in der Wasserstadt Limmer. Jahrelang ging es nicht voran auf dem früheren Produktionsgelände der Continental AG. Im April dieses Jahres erfolgte allerdings endlich der erste Spatenstich für das Projekt, bei dem bis zu 1800 Wohnungen entstehen sollen. Der erste Bauabschnitt mit 515 Wohnungen soll bis 2020 abgeschlossen werden. Die Verhandlungen zwischen Eigentümer Günter Papenburg und Investoren laufen.

Kleiner neuer Stadtteil

Noch viel mehr Entlastung soll das Projekt Kronsberg-Süd bringen. Angesichts des hohen Drucks auf dem Wohnungsmarkt hatte die Politik darauf gedrungen, das Vorhaben vorzuziehen, bei dem rund 3500 Wohnungen für 7000 Menschen entstehen sollen - ein kleiner neuer Stadtteil sozusagen, in dem es auch eine eigene Grundschule und gleich sechs Kitas geben wird. Laut Stadt soll bereits 2018/2019 die HauptBaustraße gebaut werden, 2019/2020 der Hochbau auf dem Gelände beginnen, auf dem es überwiegend drei- bis viergeschossige Mietwohnungen geben wird.

Wohnungen statt Klinik

Das ehemalige Oststadtkrankenhaus leistete noch wichtige Dienste als Notunterkunft für Flüchtlinge. Nun lässt es die städtische Wohnungsgesellschaft hanova abreißen. Der Wettbewerb für den Hochbau wird gerade vorbereitet, umgesetzt werden soll dieser ab 2019. Insgesamt 320 Wohnungen sind auf dem Gelände vorgesehen, außerdem wird es eine Kita geben.

Kasernengelände mit Zukunft

Ungewiss war lange die Zukunft der Bothfelder Freiherr-von-Fritsch-Kaserne. Ein Investor ging mit dem Projekt pleite. Ein Eigentümerwechsel und die hohe Nachfrage nach Wohnungen haben dieses jedoch neu belebt. Immerhin 575 Wohnungen für bis zu 1500 Menschen will die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) auf der Fläche errichten. Es soll Stadtvillen sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser geben. Zuvor ist jedoch eine umfangreiche Bodensanierung notwendig. Die jahrelange militärische Nutzung des Geländes hat ihre Spuren hinterlassen. Voraussichtlich im Laufe des kommenden Jahres soll der Bebauungsplan zum Beschluss kommen.

Auch die Üstra lässt bauen

Mit Altlasten hatte auch die Üstra zu kämpfen, die durch ihre Versorgungseinrichtung auf ihrem Stadtbahndepot in Vahrenwald rund 140 Wohnungen bauen lässt. Bei Erdarbeiten wurden auf der Fläche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Mehr als 50 000 Menschen mussten während der Entschärfung raus aus ihren Wohnungen - eine der größten Evakuierungen in der Geschichte Hannovers. Mittlerweile laufen die Arbeiten aber an dem Projekt, das ein besonderes ist: Die Gebäude werden überwiegend in Holzbauweise errichtet. Nur die Treppenhäuser besitzen einen massiven Kern.

Gemeinsam im Vitalquartier

Familien, Senioren, junge Paare und Menschen mit Behinderung sollen gemeinsam im Vitalquartier in der Seelhorst leben. Auf dem früheren Annastift-Gelände soll es rund 360 Wohnungen geben, außerdem Dienstleistungen, die zum Beispiel den Alltag von Senioren erleichtern. Voraussichtlich im Herbst 2018 sollen die Arbeiten beginnen.

Projekt in Badenstedt

Wohnen umgeben von viel Grün soll es auf dem Gelände des früheren Zentralinstituts für Versuchstierzucht in Badenstedt, im Volksmund „Mäuseburg“ genannt, geben. Auf der Fläche östlich der Hermann-Ehlers-Allee will die hanova zusammen mit der KSG Hannover 370 Wohneinheiten errichten. Ein Großteil des Baumbestandes auf der Fläche soll erhalten bleiben. Bei einem Wettbewerb hatten die Architekten die Aufgabe, diesen bei der Platzierung der Neubauten zu berücksichtigen. Der Bebauungsplan soll in 2018 beschlossen werden.

Wohnen in der Innenstadt

In der Innenstadt sind Flächen für Wohnungsbau rar. Eine Ausnahme stellt der große Parkplatz an der Adolfstraße in der Calenberger Neustadt dar, auf dem 133 hochwertige Wohnungen sowie eine in den Gebäudeblock integrierte Kita entstehen sollen. Starten könnten die Arbeiten auf dem Areal Anfang 2018/2019.

Widerstand gegen Hochhaus

Viele Diskussionen hatte es um das geplante Wohnbau-Projekt der Firma Gundlach an der Günther-Wagner-Allee gegeben. Ursprünglich sollte es ein Hochhaus von bis zu 50 Metern Höhe geben. Dagegen regte sich jedoch massiver Widerstand unter Anliegern.

Außerdem hatte das Unternehmen Zweifel, ob dieses wirklich wirtschaftlich sein würde, und hat mittlerweile Abstand von den Plänen genommen. Nun wird ohne Hochhaus weitergeplant. Rund 250 Wohneinheiten soll es geben. Einen Starttermin für den Beginn der Arbeiten gibt es aber noch nicht, weil das Bebauungsplanverfahren noch bis Anfang 2019 dauern wird.

Mix in der List

An der Lister Constantinstraße soll es eine ähnliche Anzahl Wohnungen geben, die nach dem Abriss des ehemaligen Verwaltungsbaus der VHV gebaut werden sollen. Mit dem ersten Abschnitt nördlich davon soll es Anfang des nächsten Jahres losgehen. Geplant sind 24 Einfamilienhäuser. Die übrigen Wohneinheiten werden ein Mix aus geförderten Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen sein.


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