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Wohn(t)räume Wände neu gestalten
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22:50 28.08.2018
Individuelle Gestaltung: Sind die Wände erst mal verputzt, können sie mit der Lasurbürste beliebig bearbeitet werden. Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de
Hannover

Ist eine Renovierung fällig, bietet Dekorputz eine gute Alternative zu der herkömmlichen Raufasertapete. Dabei variieren die verschiedenen Putzarten erheblich. Allgemein gilt Dekorputz als sehr gut für das Raumklima. Dies liegt primär an den lehmbasierten und mineralischen Inhaltsstoffen, welche durch ihre feinporige Oberfläche überschüssige Luftfeuchtigkeit aufnehmen, in wärmeren Zeiten diese jedoch auch wieder an die Raumluft abgeben. Vorsicht ist jedoch beim Überstreichen geboten, denn nur spezielle Wandfarben erhalten diesen positiven Effekt. Eine gute Beratung ist daher ratsam. Eine dichte Latexfarbe würde beispielsweise die feuchteausgleichende Wirkung zunichtemachen.

Für den Dekorputz ist eine zugehörige Grundierung ratsam, welche später mögliche Farbunterschiede des Untergrundes ausgleicht. Zudem verbessert diese die Haftung des Putzes. Der Untergrund sollte sauber verspachtelt und nicht zu uneben sein. Ist die Grundierung schließlich vollendet, beginnt der eigentliche Prozess. Dieser ist für die meisten Massen einfach gehalten. Sie wird lediglich mit der laut Herstellerangaben entsprechenden Wassermenge angerührt und anschließend mit der Kelle an der Wand aufgezogen. Falls zuvor noch nie verputzt wurde, ist es ratsam, beispielsweise an einem Stück Gipskartonplatte zu üben. Ist die Masse an der Wand etwas angezogen, kann diese mit einer sogenannten Lasurbürste strukturiert werden. Dafür wird diagonal von beiden Seiten über die Putzfläche gestrichen. Je feuchter dabei die Bürste ist, desto mehr Putz wird abgelöst, was die erkennbare Bürstenstruktur verstärkt. Ist der Putz vollständig getrocknet, lässt er sich individuell mit Farben gestalten.

lps/Bi