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17:01 01.02.2010
Kostenfrage: Der Abriss eines Einfamilienhauses schlägt mit etwa 20.000 Euro zu Buche. Quelle: Rainer Dröse
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Als für die Eheleute Hildegard und Horst Becker die Gewissheit immer größer wurde, das gemietete Familienhaus in Reutlingen aufgeben zu müssen, entschieden sie sich für den Bau eines eigenen Traumhauses – und das im Alter von über 60 Jahren. Dabei mussten die Beckers nicht einmal ihre vertraute Umgebung verlassen. In direkter Nachbarschaft zu ihrem alten Mietshaus bot sich die Gelegenheit, ein eigenes Grundstück mit einem Haus aus den fünfziger Jahren zu erwerben.

„Wir wollten unbedingt so viel Energie sparen wie möglich, einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und gut fürs Alter gerüstet sein. Doch um das alte Gebäude an unsere Bedürfnisse anzupassen, wären erhebliche Umbaumaßnahmen erforderlich gewesen“, so Horst Becker. „Alleine für die Modernisierung der Heiz- und Haustechnik wäre ein kleines Vermögen vonnöten gewesen. Zudem können wir mit einem neu gebauten Haus die heutigen Anforderungen an den Energiebedarf am besten erfüllen“, sagt Hildegard Becker. „Schlussendlich haben wir uns nach reiflicher Überlegung dann gegen eine kostspielige Sanierung, für den Abriss des alten Gebäudes und den Bau eines neuen Hauses entschieden.

Ähnlich wie die Familie aus Reutlingen stehen viele Hausbesitzer vor der Frage: Sanierung oder Neubau? Dabei sind ein kostengünstiger Abriss und der Neubau eines schlüsselfertigen Effizienzhauses in Holztafelbauweise nicht nur wirtschaftlich eine interessante Alternative. Denn viele bestehende Wohnungen passen nicht mehr zum heutigen Lebensstil und erfüllen nicht die Anforderungen an die Energieeffizienz

In den Nachkriegsjahren wurden schnell und in einfacher Bauweise möglichst viele Häuser geschaffen: Die Zimmer klein, die Wände dünn, die Keller heute feucht, die Wohnfläche nur etwa halb so groß wie heute üblich. Aber die Grundstücke sind oft großzügig geschnitten, günstig gelegen und in Neubaugebieten so nur selten zu finden. Wenn eine Modernisierung trotz der Fördermittel von der Kfw-Bank für seniorengerechten Umbau und energetische Sanierung nicht sinnvoll erscheint, kann der Abriss eine Alternative sein. Nicht denkmalgeschützte Häuser dürfen grundsätzlich abgerissen werden – die Einzelheiten regelt die Landesbauordnung. Zwischen 15.000 und 25.000 Euro müssen für den Abriss gerechnet werden. Dazu kommen die Kosten für den Kauf des Grundstücks mit Altbau und der Neubau.

Vor allem eines sollte das neue Eigenheim der Beckers sein: ein Zukunftshaus mit geringstem Energieverbrauch. „Wir steckten jahrelang in einer wahren Heizkostenfalle. Das Heizen des Mietshauses verschlang jährlich zwischen 5000 und 6000 Liter Heizöl und einen ähnlichen Betrag in Euro“, so Hildegard Becker. Ihre Wahl fiel auf ein hochmodernes Energiesparhaus, dessen tatsächlicher Energieverbrauch deutlich unter den vorgegebenen Werten der neuen Energieeinsparverordnung liegt.

In einem ersten Gespräch mit dem Bauberater des Herstellers beeindruckten Hildegard und Horst Becker vor allem die freie Planbarkeit und die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten des Hauses. „Da wir nun beide schon über 60 Jahre alt sind, wollten wir unser neues Eigenheim von Anfang an altersgerecht planen“, so Hildegard Becker. Die Bauherren ließen beispielsweise eine Rampe von der Doppelgarage direkt in den Keller und einen Lift vom Keller in das erste Obergeschoss einbauen. Die Sanitäreinrichtungen und die Küche sind so gestaltet worden, dass ein späterer altersgerechter Umbau unkompliziert und mit wenig Aufwand zu realisieren ist. Selbst an die Enkelkinder hat das Ehepaar vorausschauend gedacht: „Mit einem großen Extrazimmer wollen wir unsere Enkel so oft wie möglich zu uns locken“, berichtet Hildegard Becker mit einem Lächeln.

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