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Bauen & Wohnen Möbelkauf für Sitzenbleiber
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15:50 01.02.2010
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Sofa und Sessel gehören zu den wichtigsten Elementen der Einrichtung, denn sie machen es uns so richtig gemütlich. Darum lohnt es sich, in Qualität zu investieren. Wie man die erkennt? Zunächst einmal beim Probesitzen. Worauf es dann noch ankommt, verraten wir Ihnen.

Die Sitzprobe ist das erste und offensichtlichste Auswahlkriterium. Weder Verarbeitungsqualität noch schönes Design nutzen etwas, wenn man sich auf seinem Sofa nicht wohlfühlt. Diese Sitzprobe kann einem auch niemand abnehmen, denn Komfort ist ganz individuell. Der eine sitzt gern etwas härter und möchte eine gute Stütze für den Rücken, der andere fläzt sich lieber mit angezogenen Beinen aufs Sofa und braucht viele Kuschelkissen, um sich richtig einzuigeln.

Ist mithilfe der Sitzprobe eine Vorauswahl getroffen, bleibt die Frage, was die Qualität des Sofas ausmacht. Die beginnt schon beim Gestell. Die sichtbaren Gestellteile wie Stuhlbeine oder Sofafüße sind meist aus Massivholz oder Metall gearbeitet. Gut ist es, wenn man beim Holz die Fußfarbe seines Sofas passend zur übrigen Einrichtung auswählen kann, damit die eingesetzten Hölzer farblich harmonieren. Für alle anderen Gestellteile werden bei hochwertigen Polstermöbeln Schichtholzplatten verwendet. Die sind stabiler als Spanplatten, die Verbindungen halten besser, und es gibt keine Probleme mit Schadstoffen.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist der Sandwichaufbau der Polsterung. Während im Rücken meist Gurte für Elastizität und Komfort sorgen, werden im Sitz auch Nosag-Federn eingesetzt, relativ dicke, leicht gebogene Stahlfedern, die dem Sitz Stabilität und Elastizität geben. Darauf kommen mehrere Lagen von Schaumstoffen mit unterschiedlichen Raumgewichten, wobei die Schichten nach oben hin weicher werden. Dichte und Festigkeit der Schaumstoffe bestimmen, wie hart oder weich das Sofa gepolstert ist. Bei losen Sitzkissen wird der Sitzkomfort von deren Füllung bestimmt. Neben Schaumstoffflocken kommen hier auch Federmischungen zum Einsatz. Eine Abdeckung aus Vlies schützt den Bezugsstoff vor Abrieb.

Nun kann man schlecht vor dem Kauf eines Sofas darauf bestehen, dessen Innenleben begutachten zu dürfen. Aber es gibt auch ein paar äußere Hinweise auf die Qualität. Eine gute Polsterung darf man weder hören noch spüren. Wenn also bei der Sitzprobe etwas knarzt oder sich etwas spürbar durchdrückt, ist Vorsicht geboten. Auch die Verarbeitung des Bezugsstoffs lässt Rückschlüsse darauf zu, mit wie viel Sorgfalt gearbeitet wurde. Bei gemusterten Bezugsstoffen muss sich dort, wo Stoffbahnen an den Nähten zusammentreffen, ein harmonisches Musterbild ergeben. Aufwendige Verzierungen, Stehsäume oder Fältelungen sprechen dafür, dass Zeit und Arbeit investiert wurde.

Möbelkauf mit allen Sinnen

Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) rät: „Kunden sollten Sitz- oder Liegemöbel so kaufen, als wären sie auf der Suche nach einem eleganten Abendkleid oder einem hochwertigen Anzug.“ Denn auch bei Möbeln kommt es neben Material, Verarbeitung, gutem Design auch auf die richtige Passform an.

„Ich empfehle vor dem Kauf ein ausführliches Testsitzen und Probeliegen“, so Jochen Winning. Bei Polstermöbeln sollte der Käufer auf die für ihn richtige Körperabstützung achten. Neben der Höhe der Sitzfläche muss auch die Sitztiefe ausreichend sein. Außerdem muss die Rückenlehne die passende Höhe und Neigung haben, und auch die Härte der Sitzfläche und der Rückenlehne sollte stimmen.
Ähnlich sieht es bei dem modernen Esszimmerstuhl, den eleganten Barhockern in der Küche oder der Sitzgelegenheit am Arbeitsplatz aus: Die einen mögen es mit, die anderen ohne Polsterung, und auch bei der Höhe der Rückenlehne und den Armlehnen gehen die Geschmäcker und Bedürfnisse weit auseinander. Deshalb sollten beim Möbelkauf immer mehrere Varianten miteinander verglichen werden.

Gute Händler bieten zudem an, die Möbel – eventuell geschützt mit einem Schonbezug – unverbindlich zu Hause in Ruhe auszuprobieren, weil der erste Eindruck im Geschäft täuschen kann.

rck/bawo

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