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Messe Bauen-Immobilien-Garten Bis zum Ende durchdacht
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09:26 03.03.2015
Das NZNB-Kompetenzzentrum wurde fast komplett aus Holz und mit einer Fassade aus Stroh und Lehm errichtet. Quelle: NZNB
Hannover

Die Themen Gesundheit, Ökologie und Energie nehmen beim Bauen einen immer größeren Stellenwert ein. Das wird auch an der Schwerpunktsetzung auf der Messe B.I.G. deutlich. Der Begriff Nachhaltigkeit umfasst die drei genannten Aspekte - und noch einige mehr: Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Stuttgart zählt sogar rund 50 Faktoren auf. Dazu gehören unter anderem die Wertstabilität und Marktfähigkeit der Immobilie sowie ihre Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und ihre Nähe zu Einrichtungen des öffentlichen Lebens wie Kindergärten, Ärzte oder Geschäfte.

Der wichtigste Parameter für Nachhaltigkeit sind nach Meinung von Architekt Dirk Schmaler vom Norddeutschen Zentrum für Nachhaltiges Bauen (NZNB) aber die Lebenszykluskosten von Gebäuden. Mit anderen Worten: In die Gesamtbilanz müssen sämtliche Ausgaben einfließen - von der Gewinnung der Rohstoffe über den Transport und den Bau bis hin zum Abriss und der Entsorgung.

In Industrienationen werden rund 50 Prozent des Gesamt- energiebedarfs für die Herstellung und Nutzung von Gebäuden verbraucht. Der Aufwand für Energie, Betrieb und Unterhalt müsse deshalb im Sinne der Nachhaltigkeit gesenkt werden, fordert das Bundesbauministerium. Dafür seien gut gedämmte Häuser ebenso wichtig wie moderne Heizsysteme - etwa Solarthermie, Wärmepumpen oder Blockheizkraftwerke.

Der Aufwand für die Herstellung von Materialien sowie ihre Haltbarkeit fließen ebenfalls in die energetische Gesamtbewertung ein. Nachwachsende Rohstoffe sollten bevorzugt verwendet werden, sagt der Verdener Architekt Thomas Isselhard. Das gelte insbesondere für Holz aus heimischen Wäldern, das große Mengen CO2 bindet. Wie alte Fachwerkhäuser zeigen, können Holzkonstruktionen Jahrhunderte überdauern. Grundsätzlich sind Baustoffe, die lange halten, im Sinne der Nachhaltigkeit höher zu bewerten als solche, die nach wenigen Jahren erneuert werden müssen.

Ein wichtiges Thema ist auch die Entsorgung - immerhin stammen gut 50 Prozent des Abfallaufkommens in Deutschland aus dem Bauwesen. „Wer nachhaltig baut, der denkt vom Ende her. Das wirklich nachhaltige Haus lässt sich zum Schluss wieder in seine Bestandteile zerlegen“ , sagt deshalb Reimund Stewen vom Verband Privater Bauherren (VPB). Verbundstoffe etwa lassen sich später schlechter recyceln als Holz oder Stahl.

Und die Gesundheit? Dieser Aspekt spielt vor allem beim Innenausbau eine Rolle. Laut Christian Silberhorn, Geschäftsführer der NZNB, sind aktuell mehr als 20 000 verschiedene Bauchemikalien bekannt. Vor allem viele Lacke und Farben geben Stoffe ab, die die Atemwege reizen oder sogar giftig sind. Zu empfehlen sind deshalb Naturharzlacke auf Ölbasis oder Dispersionsfarben auf Basis von Bienen- und Pflanzenwachs, Naturharz und Pflanzenöl. Für die Böden empfiehlt der DGNB naturbelassene Harthölzer, Kork und Linoleum auf Leinölbasis.

Forum Naturbaustoffe

Eine Auswahl der Fachveranstaltungen in Halle 21

Inhalt:

„Schimmel vermeiden mit Naturkalkprodukten“

Mittwoch, 4. März, 13 bis 13.45 Uhr; Sonnabend, 7. März, 11 bis 11.45 Uhr:

Ursachen und Auswirkungen des Auftretens von Wohnschimmel. Informationen zur Vorbeugung und Behandlung mit Naturkalkprodukten.

„Naturfarben sind kein Hexenwerk“

Donnerstag, 5. März, 11 bis 11.45 Uhr; Sonnabend, 7. März, 14 bis 14.45 Uhr:

Präsentation von natürlichen Oberflächensystemen im Innenbereich mit praktischer Vorführung, vom Hartwachsöl bis zur Wachslasur.

„Wandheizung - Wärme wie direkt von der Sonne“

Donnerstag, 5. März, 15 bis 15.45 Uhr; Freitag, 6. März, 12 bis 12.45 Uhr

Warum sorgt die Wand- heizung für so angenehme Wärme? Kann ich eine Wandheizung in mein Heizungssystem integrieren?

„Dämmung der obersten Geschossdecke“

Freitag, 6. März, 14 bis 14.45 Uhr; Sonnabend, 7. März,12 bis 12.45 Uhr

Hier wird der Einsatz von Isofloc Zelluloseeinblasdämmung in Verbindung mit dem Hufer Dämmraumsystem zur energetischen Sanierung von obersten Geschossdecken aufgezeigt.

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