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Bauen & Wohnen Maßarbeit: Schränke im XXL-Format
Mehr Bauen & Wohnen Maßarbeit: Schränke im XXL-Format
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16:11 01.02.2010

Schränke haben eine bemerkenswerte Karriere gemacht. Ursprünglich waren sie offene Kästen, die in der Kirche zur Aufbewahrung der Priestergewänder dienten. Als Schutz vor Diebstahl waren die Vorderseiten vergittert. Als später Türen aufkamen, erhielten sie einen vergitterten oder verglasten Bereich, um die Tradition zu wahren und die Schätze gleichzeitig zu schützen und zu präsentieren. Heute heißt es in manchen Möbelkatalogen schlicht „Aufbewahrung“, wenn es um Schränke und Kommoden geht.

Dabei bieten die Türen nicht nur die Chance, unsortierten Inhalt vor den Blicken zu schützen. Vor allem kann ein schöner Schrank wie ganz am Anfang den Inhalt präsentieren oder richtig zugänglich machen. Sei es der begehbare Kleiderschrank oder ein genau eingepasstes Möbelstück. Nicht immer gibt es die gewünschte Lösung von der Stange, aber die Deutschen sind durchaus bereit, sich Einrichtungen etwas kosten zu lassen: Jeder zweite Teilnehmer einer Umfrage zum Konsumklima-Index gab in diesem Jahr an, in die Wohnzimmereinrichtung investieren zu wollen, jeder dritte wollte das Schlafzimmer verschönern.

Trend zur Maßanfertigung

Es gibt einen kleinen, aber feinen Trend zur Maßanfertigung von Möbeln. „Das bietet jeder Tischler an“, sagt Brigitte Ehlers-Staack, zuständig für Berufs- und Weiterbildung beim Niedersächsischen Landesverband des Tischlerhandwerks. Einige neue Moden sieht die Stilkundelehrerin in den Meisterlehrgängen dabei kritisch, so das Anfertigen neuer Möbel aus alten Möbelteilen: „Wenn dabei Möbel im alten Stil nachempfunden werden, geht das für mich eher in Richtung Kunst.“ Das Tischlern mit altem Holz dagegen ist durchaus verbreitet: Es ist gut abgelagert, langsam getrocknet und deshalb besonders stabil. So können zum Beispiel aus alten Türblättern neue Schränke werden. „Der große Vorteil der Maßanfertigung ist, dass die Kunden zusammen mit den Handwerkern ihr Möbelstück entwerfen und die Handwerker dabei auch die spätere Umgebung kennenlernen und berücksichtigen können“, sagt Ehlers-Staack.

Zweite Karriere fürs Kinderzimmer

Besonders, wenn die Kinder aus dem Haus sind und die Kinderzimmer neu genutzt werden können, bieten sie sich in der Nachbarschaft zum Schlafzimmer an, um einen begehbaren Kleiderschrank oder ein Ankleidezimmer einzurichten. Wer die Schränke als Raumteiler nutzt, kann den Platz dahinter als Stauraum nutzen und so manchen Gang in den Keller sparen. Grundelemente des kleinen Luxus sind nach Maß gefertigte, raumhohe Schiebetüren mit dahinter platzierten Regalsystemen und Hängegleitern. Zusammen mit verschiebbaren oder ausziehbaren Truhen wird so kein wertvoller Raum mehr verschenkt, sondern jeder Zentimeter sinnvoll und übersichtlich genutzt. Wer möchte, kann die Schiebetüren auch auf Knopfdruck automatisch öffnen lassen.
Bei Schubladen sorgen kurze Schübe dafür, dass die Übersicht gewahrt bleibt und es nicht zum gefürchteten SockenWühlen kommt. Bei Hemden, Sakkos und Kleidern dagegen sichern großzügig dimensionierte Hängemöglichkeiten, dass die Kleidungsstücke langfristig knitterfrei bleiben. Ausziehbare Regalböden sind von Vorteil, wenn man gefaltete Kleidung in zwei Reihen hinterein-

ander unterbringen möchte.

rck

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