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08:00 21.03.2012
Zunächst gilt es bei der Planung, wichtige Fragen zu klären: Wer nutzt den Garten überhaupt? Wie soll der Untergrund beschaffen sein?
Hannover

Wenn es darum geht, einen Garten anzulegen, geht es den meisten Menschen nicht anders als beim Bau eines Hauses. Die grüne Oase soll möglichst schnell fertig werden, damit man sie genießen kann. Bei der Planung eines Gartens warnen Landschafts- und Gartenarchitekten jedoch vor Ungeduld und überschnellem Handeln.

"Das Wichtigste ist ein Plan, ein Konzept", rät Bernd Achtermann, Gartenexperte aus Springe. "Man sollte sich wirklich Gedanken machen, was man will - und zwar nicht nur jetzt, sondern auch in zehn, 20 Jahren, wenn beispielsweise die Kinder aus dem Haus sind."

Der Garten ist für Achtermann ein Lebensprojekt. Deshalb müsse es ein grobes Konzept geben, eine Richtung, in die die Reise gehen soll, die Abweichungen erlaubt und eine flexible Gestaltung ermöglicht.

Jedem, der nicht so viel Geld in seinen Garten stecken kann, rät Achtermann, sich Zeit zu lassen und Ideen Stück für Stück zu realisieren. Dafür müssen die planerischen Voraussetzungen allerdings stimmen. Grundsätzliche Fragen, die sich jeder Gartenfreund am Anfang stellen sollte, sind folgende:

>>Form: Wie sieht meine Inneneinrichtung aus? Moderne, klassische Linien im Inneren und ein romantischer Garten mit vielen Schnörkeln vor der Terrassentür? Das passt nicht zusammen.

>> Farben: Welche Farben sind gewünscht. Die große Richtung sollte auch hier stimmen, damit der Garten ein harmonisches Bild abgibt. Das heißt aber natürlich nicht, dass es keine Farbverläufe und verschiedenfarbige Blumen und Pflanzen geben darf.

>>Wasser: Wird Wasser im Garten gewünscht - ein Teich, ein Brunnen, plätscherne Quellsteine?

>>Nutzung: Wie viele Leute nutzen den Garten? Gibt es häufig und viel Besuch? Dann sollten Grillplätze, die Terrasse oder Sitzecken entsprechend bemessen sein.

>>Rasen: Ist Rasen gewünscht, soll mit Natursteinen gearbeitet werden? Soll es ruhig ein pflegeintensiver oder praktischer Garten für Berufstätige sein?

>>Beleuchtung: Wichtig ist es auch, sich über die Beleuchtung Gedanken zu machen. Achtermann rät dazu, nicht mit Kabeln und Steckdosen zu geizen. Sie später zu legen, koste wesentlich mehr als sie von Beginn an einzuplanen.

>>Wind: Auch die Windverhältnisse sollten geprüft werden. Ist ein Windschutz nötig? Und wie sieht es mit dem Sichtschutz zu den Nachbarn aus?

Grundsätzlich empfiehlt Achtermann, sogenannte Sichtachsen in den Garten zu bauen. "Der Mensch braucht etwas, das seinen Blick fokussiert", sagt Achtermann. "Wächst zu viel im Garten oder auch zu wenig, so irrt der Blick des Menschen unruhig umher. Es braucht deshalb Punkte im Garten, die besondere Aufmerksamkeit erzeugen." Wer diese Grundprinzipien der Gartengestaltung berücksichtigt und vielleicht zumindest am Anfang einen Gartenfachmann zurate zieht, kann davon ausgehen, dass er sein Leben lang Freude an einer schönen Naturoase haben wird - an einem Garten, der sich mit seinen Bewohnern und Nutzern verändert und wächst. So dynamisch wie die Natur selbst.

Licht für Gärten

Wie das Licht im Inneren eines Hauses spielt auch die Beleuchtung im Garten eine wichtige Rolle. „Stellen Sie sich doch nur einmal vor, in welch schwarzes Loch Sie blicken, wenn ein Garten unbeleuchtet ist“, sagt Bernd Achtermann, der seit 20 Jahren Gärten plant. „Es ist doch schade, diesen Blick zu verschenken.“ Gartenexperten empfehlen deshalb, an der Gartenbeleuchtung nicht zu sparen. Zumal moderne Leuchtmittel auf LED-Basis oder Energiesparlampen preisgünstiger sind als viele denken. „Mit 50 Watt können Sie einen Garten beleuchten“, betont Achtermann. Faustregel für eine schöne Tiefenwirkung sei ein auf einen Solitär, etwa einen Stein oder Baum, ausgerichtetes Leuchtmittel, das möglichst weit vom Betrachter entfernt im Hintergrund des Gartens liegt. Für die Terrasse empfiehlt Achtermann warmes Licht in Form von dezenten Kugeln. Wer es geometrischer und moderner mag, greift zu Würfeln oder Pyramiden.

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