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Gewerbeimmobilien „Attraktiv für Unternehmen und Investoren“
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11:14 08.10.2018
Ulf-Birger Franz: Der 51-Jährige studierte Sozialwissenschaften und ist seit 2010 Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover. Zuvor war er in der volkswirtschaftlichen Abteilung der Nord/LB. Quelle: Eberstein

Steigende Bevölkerungszahlen, mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und so viele Pendler wie nie zuvor: Die Region Hannover baut ihre Position als starker Wirtschaftsstandort weiter aus. Wo aber, Herr Franz, gibt es noch richtig viel Platz für Gewerbeansiedlungen?

Vor allem rund um die Universitäts-Neubauten entsteht Raum für innovatives Gewerbe. Im Umfeld des Maschinenbau-Campus in Garbsen und Marienwerder sind Produktionstechnik und Industrie 4.0 die Schwerpunkte. Hier werden auch die Flächen für Start-ups und kleine Unternehmen erweitert. Der Medical Park im Umfeld der MHH bietet Platz für Entwicklungen zum Thema Gesundheit. Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Gewerbegebiete wie in Letter und Gehrden, die sich dynamisch entwickeln.

Nach Hamburg ist die Region Hannover der Logistik-Hotspot Norddeutschlands. Was sind die wichtigsten Flächenpotenziale, damit die Erfolgsgeschichte weitergeht?

Das derzeit größte Flächenangebot gibt es in Wunstorf-Barsinghausen. Dort können in den nächsten Jahren bis zu 130 Hektar Gewerbeflächen vor allem für Logistik und Produktion entwickelt werden. Aber auch Städte wie Laatzen haben interessante Flächen im Angebot. Wir haben gemeinsam mit den Kommunen reagiert, um marktfähige Flächen anbieten zu können. Was sind derzeit die wichtigsten Bauprojekte? Neben den Universitäts-Neubauten ist sicherlich die neue Zentrale der Continental-AG am hannoverschen Pferdeturm hervorzuheben. Aber auch im Logistiksektor passiert eine Menge. Vor allem in Langenhagen und Garbsen sind mehrere Projekte im Bau, unter anderem für die Continental-AG, DHL oder Amazon. Insgesamt summieren sich die für die nächsten Jahre geplanten Projekte auf rund 500 000 Quadratmeter Hallen- und 30 000 Quadratmeter logistisch genutzte Büroflächen. Davon sind derzeit etwa 135 000 Quadratmeter im Bau beziehungsweise starten noch 2018.

Laut Verband Deutscher Makler ist Garbsen inzwischen das Beverly Hills Hannovers. Wo noch im Umland sorgt der leer gefegte Wohnungsmarkt der Landeshauptstadt für Einwohnerzuwachs?

Alle 21 Kommunen in der Region arbeiten daran, Angebote für die steigende Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt zu machen. Besonders attraktiv, auch aus Sicht von Investoren, sind dabei die besonders gut angebundenen Standorte im direkten Umland Hannovers. Die Stadtbahnverlängerungen in Hemmingen und Garbsen werden in den nächsten Jahren sicher für besondere Schübe in der Stadtentwicklung sorgen. Auch in der Landeshauptstadt gibt es große Projekte wie das große Neubaugebiet Kronsberg-Süd.

In der gesamten Region Hannover fehlt Wohnraum. Was tun Sie dagegen?

Die Region Hannover hat 2016 eine regionale WohnBauInitiative ins Leben gerufen, mit der sie die Kommunen und Investoren bei der Schaffung von Wohnraum unterstützt und dazu beiträgt, den Einwohnerinnen und Einwohnern bezahlbare Wohnungen zu sichern. Dadurch soll das Bauen im preiswerten und geförderten Segment gestärkt werden. Aktuell erstellen wir in Kooperation mit den Kommunen und den relevanten Wohnungsmarktakteuren ein regionales Wohnraumversorgungskonzept. Außerdem fördern wir die Kommunen mit einer Wohnbau-Prämie für den Ausbau von Schulen, Kindergärten und anderer Infrastruktur.

Internationale Investoren zielen zunehmend auf die Region ab. Was sind die Gründe und warum fließt Geld aus dem Ausland in Einzelhandelszentren?

Wir spüren die große Attraktivität der gesamten Region für Unternehmen und Investoren. Im vergangenen Jahr wurden in der Region Hannover Investitionen von fast 700 Millionen Euro in gewerbliche Immobilien registriert. Viele potenzielle Käufer stehen einer zu geringen Anzahl von Kaufobjekten gegenüber, sofern überhaupt welche auf dem Markt verfügbar sind. Unter diesen Voraussetzungen spricht nichts dagegen, dass sich der Investmentmarkt in Hannover weiterhin dynamisch entwickelt.

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