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13:49 25.05.2009
Vielseitig: Ein guter Sonnenschutz erhöht den Nutzen von Terasse und Balkon ganz erheblich. Quelle: Warema/txn

Lichtschutzfaktor 80 auf der Terrasse, angenehm kühle Temperaturen im Wohnzimmer, und das dauerhaft ohne Kraftakte an der Kurbel oder Ärger mit Verschmutzungen. Moderne Sonnenschutzsysteme sind Hightechprodukte, die ihre Anwender mit hohem Komfort verwöhnen.
„An den Grundprinzipien hat sich nichts geändert; es gibt immer noch den Stoff zum Aufrollen, zum Raffen oder Jalousien“, sagt Dipl.-Ing. Gerhard Rommel, Technikexperte beim Fachverband Rolladen und Sonnenschutz mit Sitz in Bonn. „Aber die einzelnen Produkte sind ständig weiterentwickelt worden.“ Stand der Technik bei den Markisen: Tücher mit dichtem Gewebe und pigmentierten Farben ermöglichen Lichtschutzfaktoren von 40 bis 80, das heißt, man kann bis zu 80-mal länger auf der Terrasse bleiben als ohne Sonnenschutz. Zum Vergleich: Einfache Billigsonnenschirme, wie sie häufig in Urlaubsgebieten an Touristen verkauft werden, erreichen gerade einmal einen Faktor von fünf bis acht, so Rommel.

Markisen als Systemträger

Vorgeschrieben sei die Angabe nicht, aber immer mehr Hersteller würden sie freiwillig anbringen, „weil von den Kunden dananch gefragt wird“. Dabei geht der Trend sogar schon weg von Pauschalangaben hin zu präzisen Angaben für die jeweilige Tuch-Farbe-Kombination. Markisentücher mit Teflon- oder Nanobeschichtungen sind selbstreinigend, benötigen dafür aber Wasser. „Also die so ausgerüstete Markise einfach mal bei einem leichten Sommerregen ausgefahren lassen“, rät Rommel. Wer nicht auf den Regen warten und zum Schlauch greifen will, sollte mit weichem Strahl spülen. Damit sich gar nicht erst viel sammelt, was wieder abgewaschen werden müsste, werden Markisen heute in geschlossenen Kästen mit Bürsten am Einrillschlitz untergebracht. Jedes Ein- und Ausfahren wird so zu einer Zwischenreinigung, und eingeklemmte Insekten werden zur Seltenheit. Die Frage, ob eingerollt werden kann, wenn sie im Regen nass geworden ist, lässt sich unproblematisch mit „sofort“ beantworten, wenn das Tuch wasserabweisend ausgestattet ist.

Auch die klassische Jalousie wurde vielfältig fortentwickelt, zum Beispiel mit einer Mechanik, die verschiedene Bereiche unterschiedlich einstellt. Das Ziel ist, Schatten zu schaffen und das Licht trotzdem hereinzulassen. Dazu werden im unteren Bereich die Lamellen in eine Sperrposition gebracht, sodass die Arbeits- und Sichtbereiche angenehm abgeschattet werden. Im oberen Bereich dagegen wird eine Position gewählt, die das Licht über die Zimmerdecke zur indirekten Raumbeleuchtung umleitet. Der Effekt, dass draußen die Sonne scheint und drinnen das Licht angemacht werden muss, wird so vermieden. Wer tatsächlich Dunkelheit schaffen will, dreht einfach noch weiter.

Ein Elektromotor kurbelt

Die Markise von heute ist mehr als ein fest installierter Sonnenschirm: Als Systemträger kann sie mit Lampen im Kasten oder an der Frontleiste ausgestattet werden, ein Terrassenheizsystem mit aufgenommen werden. Die Frage, wer kurbelt, lässt sich einfach beantworten: ein Elektromotor. Wahlweise auf Knopfdruck, ferngesteuert oder automatisch mit eingebauten Wettersensoren.
Angenehmer Nebeneffekt: Wenn eine Markise die Terrasse schattig hält, bleibt es auch in den Zimmern angnehm kühl, und der Aufwand für eine elektrische Kühlung im Sommer entfällt.

Von Ralf C. Kohlrausch

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