Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Auto & Verkehr Luxus ist nicht alles
Mehr Auto & Verkehr Luxus ist nicht alles
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:15 08.03.2017
Ganz schön edel: Das neue S-Klasse Coupé ist betont sportlich geschnitten. Quelle: Daimler AG - Global Communications Mercedes-Benz Cars
Anzeige
Genf

Normalerweise werden auf der ersten großen Autoshow des Jahres auf europäischem Boden, dem Autosalon in Genf, die Vorhänge für die großen Luxuskarossen und superteuren Sportwagen aufgezogen. Doch dieses Jahr haben es neben den Ferraris, Maseratis und Lamborghinis auch auffallend viele kleinere Fahrzeuge ins Rampenlicht geschafft. Wobei man klein nicht mit billig verwechseln sollte.

Den großen Auftritt hat sich Mercedes-Benz allerdings auch 2014 nicht nehmen lassen: Die Stuttgarter zeigen am Genfer See die Coupéversion ihrer neuen S-Klasse. Der betont sportlich geschnittene Zweitürer ist zwar im Vergleich zum Vorgänger um sieben Zentimeter kürzer geworden, besitzt aber mit einer Länge von 5,03 Metern immer noch imposante Ausmaße. Auffallend ist das selbstabdunkelnde Panoramaglasdach des neuen Flaggschiffs, das zur Serienausstattung gehört und schon aus dem Mercedes SL bekannt ist. Ganz neu ist dagegen mit der Kurvenneigefunktion eine Fahrwerksoption, die zwar keine schnelleren Rundenzeiten ermöglicht, dafür aber den Fahrkomfort erhöhen soll, indem sie die Wankneigung ausgleicht. Auch ein Head-up-Display ist künftig zu haben. Zum Marktstart treibt der bekannte 4,7-Liter- V8-Biturbo mit 335 kW/455 PS das Coupé an. Preise nennt Mercedes noch nicht, doch da das aktuelle Modell mit 121 000 Euro aufgerufen wird, dürfte das neue Coupé nicht günstiger werden.

Trendsetter wollen die Schwaben auch beim Thema Konnektivität sein, speziell bei der Einbindung des Smartphones in die Fahrzeugelektronik. Mercedes arbeitet mit Apple zusammen. Damit ist es möglich, die Funktionen und Möglichkeiten des iPhones in das Bordsystem eines Fahrzeugs zu übernehmen. Wer allerdings ein auf dem System Android basierendes Smartphone besitzt, muss sich noch ein wenig gedulden. Außerdem hat der Hersteller unter dem Namen „Mercedesme“ eine neue Marke im Internet geschaffen, die sämtliche Mobilitäts- und Serviceangebote unter einem Dach zusammenfasst.

Eine echte Revolution präsentiert BMW mit der Weltpremiere des 2er Active Tourer: Das Fahrzeug, das in Konkurrenz zur B-Klasse von Mercedes tritt, ist nicht nur der erste Van in der Geschichte der Bayern, er wird auch über die Vorderachse angetrieben. BMW-Chef Norbert Reithofer: „Für mich ist es der funktionalste BMW aller Zeiten, und natürlich lösen wir auch mit diesem Auto unser Markenversprechen ein, nämlich die Freude am Fahren.“ Den Active Tourer gibt es mit 100 kW/136 PS als Dreizylinder und 170 kW/231 PS als Vierzylinder. Auf den Markt kommt das Fahrzeug im Herbst ab rund 30 000 Euro.

Eine ganze Frühjahrskollektion lässt Volkswagen in Genf vorfahren, wobei es sich fast ausnahmslos um Modifikationen bekannter Modelle handelt: Den Polo wird es künftig mit der sparsamen Bluemotion-Technologie geben, der Golf kommt mit Plug-in-Hybrid in einer sportlichen GTE-Version auf den Markt, und der überarbeitete Scirocco schafft es optisch geschärft mit einer Spitzenmotorisierung von 206 kW/280 PS endgültig in die Sportwagenliga. Die eigentliche Überraschung aber ist das markante Showcar T-Roc, ein SUV im Golf-Format mit einem zweigeteilten, abnehmbaren Glasdach, das auf dem modularen Querbaukasten von VW entstanden ist. VW-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer sagte in Genf: „Wir würden das Fahrzeug gerne machen, es hängt davon ab, wie die Kunden darauf reagieren werden.“ Da die Wolfsburger im boomenden Segment der kleinen SUVs noch nichts im Angebot haben, dürfte es lediglich eine Frage der Zeit sein, wann ein solches Fahrzeug auf den Markt kommt.

Konzerntochter Audi zeigt in den Messehallen die dritte Generation des Audi TT. Der kleine Sportwagen hat mittlerweile Ikonencharakter und wurde deshalb optisch auch nur vorsichtig verändert. Insgesamt kommt das Fahrzeug jetzt noch einen Tick aggressiver daher, im Cockpit sind alle analogen Instrumente verschwunden, stattdessen werden die fahrrelevanten Daten auf einem großen Monitor digital angezeigt. Künftig kann der TT mit einem 132-kW/180-PS-Diesel und Allradantrieb kombiniert werden. Einstiegspreis: voraussichtlich um 33 000 Euro. Mit dem S1 (170 kW/231 PS) und dem S3 Cabriolet (221 kW/300 PS) haben die Ingolstädter zwei weitere Wagen im Gepäck, die im Hochleistungsmodus unterwegs sind.

Dass es auch kleiner geht, beweist Opel: Mit dem Adam Rocks zeigt der Hersteller eine SUV-Variante seines Kleinwagens, die sich von den anderen Modellen durch Offroad-Applikationen und ein elektrisches Stoffschiebedach unterscheidet. Außerdem kann das Fahrzeug mit dem neuen Turbodreizylinder (66 kW/90 PS und 85 kW/115 PS) geordert werden, der ebenfalls in Genf seine Weltpremiere feiert. Preise werden noch nicht genannt, sie sollten sich aber zwischen 14 000 und 15 000 Euro bewegen.

Lange erwartet wurde der neue Renault Twingo, der sich eine Plattform mit dem nächsten Smart Forfour teilt. In der dritten Generation wirkt der kleine Franzose noch niedlicher als bisher, was maßgeblich an den Proportionen und der kurzen Motorhaube liegt. Neu ist auch der Heckantrieb, der ebenfalls ein Produkt aus der Zusammenarbeit mit Smart ist. Der Wagen kommt im Herbst auf den Markt und soll um die 10 000 Euro kosten.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Erfolgsrezept des Porsche Macan: Zwei widersprüchliche Fahrzeugkonzepte harmonisch miteinander verschmelzen. Unter der SUV-Karosserie des neuen Porsche steckt ein Sportwagen, der klettern kann.

04.03.2014
Auto & Verkehr Teilungserklärung - Ist das meins?

In Eigentümergemeinschaften gibt es oft Streit darüber, was allen gehört und wofür der Einzelne zuständig ist. Und so gibt es immer wieder Fälle, die erst vor Gericht geklärt werden.

15.02.2014

VW setzt sich nach der Überarbeitung des Kleinwagens hohe Ziele – Premiumanspruch auch in der Einstiegsklasse.

07.02.2014
Anzeige