Gruppenbild der Elefantenrunde: Khaing Hnin Hnin, Manari und ihr Junges, Sayang und Saphira, Califa und ihr Junges, Farina mit Nuka, Shanti.
Der Zoo Hannover wartet auf Nummer fünf - Elefantenbaby Nummer fünf. Das Junge von Khaing Hnin Hnin will anscheinend aber noch nicht auf die Welt. Nachdem die Hormonwerte im Blut der Elefantendame kürzlich stark abgesunken waren, wurde im Zoo mit einer baldigen Geburt gerechnet. Doch dann stiegen die Werte wieder an. Wann Khaing Hnin Hnin niederkommt, steht folglich dahin.
Sorgen um das Junge muss man sich im Zoo nicht machen. Bei einer Tragzeit von 616 bis 697 Tagen ist der Tag der Geburt nicht so genau bestimmbar. Khaing Hnin Hnin ist nun seit 646 Tagen schwanger. „Die Hormonwerte werden täglich kontrolliert“, sagt Tierärztin Maya Kummrow. Zudem untersucht die Veterinärin einmal in der Woche den Geburtsweg per Ultraschall. „Zurzeit ist er noch verschlossen“, sagt sie.
Dem Baby scheint es gut zu gehen. Man könne deutlich sehen, wie sich das Junge im Bauch der Mutter bewege, sagt Tierpfleger Jürgen Kruse. „Es kickt ganz schön oft.“ Auch Mutter Khaing Hnin Hnin ist wohlauf, steht aber unter besonderer Beobachtung. Von den vier Elefantenmüttern, die in diesem Jahr niederkamen, hatte Sayang die längste Tragzeit und brachte nach 670 Tagen die kleine Saphira zur Welt. Farinas Sohn Nuka war der Schnellste, er wurde nach 627 Tagen geboren. Califas Kleiner, der noch keinen Namen hat, ließ sich 630 Tage und Manaris Dinkar 654 Tage Zeit. Wenn Baby Nummer Fünf da ist, kann der Zoo eine Weltsensation feiern. „Fünf asiatische Elefantenbabys innerhalb eines Kalenderjahres gab es in einem Zoo nach unseren Recherchen weltweit noch nie“, sagt Zoosprecherin Simone Hagenmeyer.
red