Inventur: Gerade 30 Gramm wiegt diese Mini-Schildkröte im Zoo Hannover
Hannover . Tierische Inventur bei Flamingos, Nasenbären, Schildkröten und anderen: 3374 Tiere haben die Pfleger im Zoo Hannover zum Abschluss des vergangenen Zoojahres gezählt. "Von der Antilope bis zum Zebra wurde jedes Tier einzeln notiert", sagte Zoo-Sprecherin Simone Hagenmeyer am Dienstag in Hannover.
Rund eine Woche habe das gedauert. Die Anzahl einiger Tiere musste allerdings geschätzt werden, weil sie in Schwärmen unterwegs sind oder nur unregelmäßig im Zoo vorbeischauen. "Die freifliegenden Vögel lassen sich nicht einfangen. Deswegen sitzt ein Tierpfleger stundenlang an der Futterstelle und rechnet seine Beobachtungen hoch", erläuterte Hagenmeyer. Auch Waage und Zollstock waren bei der tierischen Inventur häufig im Einsatz: Regelmäßig werden die Tiere von den Pflegern gemessen und gewogen und die Ergebnisse in ein Buch eingetragen.
Nasenbär Diego lockte eine Tierpflegerin mit einer Weintraube auf die Waage, Spinnenschildkröte Klaus-Bärbel lugte beim Wiegen nur zögerlich aus ihrem Panzer hervor. 229 Arten lebten 2011 im Zoo - acht weniger als im Jahr zuvor. Einige Tiere starben, wie eine Grünflügeltaube, andere zogen um, wie ein Volk Weberameisen. "Ein Fischreiher hat einen Goldfisch gefressen", sagte Hagenmeyer.
Insgesamt ging der tierische Bestand im Vergleich zum Vorjahr um 40 Tiere zurück. Dafür stieg die Zahl der Besucher auf ein Rekordhoch: Rund 1,62 Millionen kamen, mehr als je zuvor. "Das liegt unter anderem an unseren Tiergeburten und den vielen Veranstaltungen", sagte Zoodirektor Frank Werner. Der Zoo sei auch im Ausland beworben worden: Knapp 20 Prozent mehr Gäste kamen unter anderem aus den Niederlanden oder Dänemark.(dpa)