Die Thermokamera zeigt es: In den roten Bereichen geht zu viel Wärme verloren
„Der Bau von 1913 ist eine Energieschleuder“, so Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff. Im ersten Bauabschnitt werden zunächst vier Millionen Euro investiert. In einem Drei-Jahresprogramm bis Ende 2013 sollen 255 (von insgesamt 830) Fenster an der West-, Süd- und Ostfassade erneuert werden. Holzrahmen und -flügel werden repariert, hinter den alten Fenstern zusätzliche Innenfenster eingebaut. Auch sie erhalten Sprossen, Rund- oder Stichbögen nach historischem Vorbild.
In allen drei Geschossen werden die Korridore zur Kuppelhalle mit verglasten Flügeltüren aus Massiveiche abgeschottet. Sie dienen vor allem dem Brandschutz, sollen aber auch die Zugluft im Rathaus eindämmen. 2008 hatte eine große Vernebelungsprobe die Schwachstellen aufgezeigt.
Das einfache Drahtglasdach im Hodlersaal wird durch eine Sicherheits-Isolierverglasung mit thermisch abgetrennten Aluminiumprofilen ersetzt. Die oberste Geschossdecke (immerhin 3400 Quadratmeter) erhält zum Dachboden eine Dämmschicht. Kita und Küche bekommen neue Außentüren und Fenster.
„Alles mit der Denkmalpflege abgestimmt“, so Claus Kleta vom städtischen Gebäudemanagement. Die Stadt rechnet mit Energieeinsparungen im Umfang von zunächst 60.000 Euro pro Jahr. „Das amortisiert sind nur langsam, aber wir wollen Vorbild sein“, so Mönninghoff. Im zweiten Bauabschnitt kommen die restlichen Fenster (Nordfassade, alle Säle), Lüftungsanlagen und die Dämmung der Innenkuppel dran.
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