Ermordet: Leichenteile der 24-Jährigen wurden am 4. Januar in der Ihme entdeckt.
Hannover. Die Polizei appellierte am Dienstag an Zeugen, sich zu melden. Körperteile der 24-Jährigen waren am 4. Januar in blauen Plastiksäcke verpackt am Ufer der Ihme gefunden worden. „Es muss jemandem etwas aufgefallen sein“, sagte Polizeisprecher Harry Blome. Die Mordkommission sucht fieberhaft nach dem Tatort und fragt sich, wie der Täter die Leichenteile zu der Brücke transportiert hat. Die junge Frau war zuletzt am Neujahrstag gesehen worden, Zeugen hatten die Säcke schon am 2. Januar unter der Brücke bemerkt. Die Polizei hat eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.
Die Ermittlungen der Beamten konzentrieren sich auch auf das Umfeld des Täters. „Es muss sehr viel Blut geflossen sein, als Tatort käme zum Beispiel eine Gartenlaube, eine Waschküche oder ein Badezimmer in Frage“, erläuterte Blome. Vielleicht sei auch jemandem aufgefallen, dass in einer Wohnung ein Teppich, eine Decke oder eine Matratze fehlt. Eventuell habe der Täter die Leichenteile in einer Tiefkühltruhe oder auch im Freien gelagert, sagte Blome. Das könnte ein Nachbar bemerkt haben.
„Einen Torso dorthin zu tragen ist für einen Mann allein sehr schwer“, erklärte der Ermittler. Der Täter könnte für den Transport einen Schlitten benutzt haben, da viel Schnee lag. Die Kriminaltechniker hatten an einem der Säcke DNA-Material gefunden. „Wir haben aber keinen Treffer in unserer DNA-Analysedatei erzielt“, berichtete der Ermittler.
Die Polizei sucht weiterhin nach dem Kopf und den Armen der jungen Frau, die gelegentlich als Prostituierte auf dem Straßenstrich in der hannoverschen Innenstadt gearbeitet hatte. Es sei unklar, was der Täter mit den weiteren Leichenteilen gemacht hat. lni
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