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Tourismus

Zehntausende stürmen den Harz

Bei prächtigem Winterwetter hat es am Samstag Zehntausende in die Wintersportgebiete im Harz gelockt.

Hannover. Die Nordseeinseln waren unterdessen weiterhin nur eingeschränkt erreichbar. Auf den Straßen im Norden war Vorsicht angesagt, insgesamt war die Lage aber entspannt. Unfreiwillige Rutschpartien endeten nach Auskunft der Polizei zumeist mit Blechschäden.

Das Thermometer sackte in der Nacht zum Samstag in Celle auf den mit minus 18,8 Grad niedrigsten Wert für Niedersachsen. Die weiteren Wetteraussichten bleiben frostig. "Der ganze Ort ist zu, die Ski-Lifte und Langlaufpisten sind sehr gut frequentiert", sagte ein Polizeisprecher in Braunlage. "Wir haben minus 18 Grad, Sonnenschein und leichten Schneefall."

Unterdessen gingen in Clausthal-Zellerfeld beim Schlittenhunderennen unter großem Zuschauerandrang dutzende von Gespannen an den Start. "Wir haben eine schöne Schneedecke, das sind Top-Verhältnisse", freute sich Ulrike Mastmann von der Tourist-Information. Zu dem bis Sonntag dauernden Spektakel wurden bis zu 5000 Zuschauer sowie 50 Gespanne mit rund 300 Hunden erwartet.

Noch kälter als in Celle war es in der Nacht in Stiege auf der Ostseite des Harzes: In dem 1000 Einwohner zählenden Ort an der Grenze zu Niedersachsen und Thüringen hatte der Deutsche Wetterdienst minus 20,4 Grad gemessen. Eine dicke Wolkendecke über Ostdeutschland habe verhindert, dass die Thermometer noch eisigere Temperaturen anzeigten. Wegen zuviel Eis konnten die Fähren nach Juist und Wangerooge auch am Samstag nicht fahren, der Verkehr nach Norderney war eingeschränkt.

Ebenfalls mit Einschränkungen gingen die Inselflieger wieder an den Start, nachdem die Flüge nach Juist und Wangerooge am Freitag nach Schneefällen eingestellt worden waren. Zunehmend schwieriger wurde die Lage für die Binnenschifffahrt. Die Elbe war zwischen Dömitz und Geesthacht bereits gesperrt, bei Magdeburg war der Fluss unterdessen am Samstag noch passierbar. Das Eis bewege aber viele Schiffsführer schon jetzt dazu, sich einen sicheren Hafen zu suchen, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Auf dem Mittellandkanal patrouillierten Eisbrecher.

Ab Samstagabend für die Schifffahrt gesperrt werden sollte unterdessen der Elbe-Seitenkanal, teilte die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte mit. Der Kanal verbindet den Mittellandkanal mit Lüneburg und der Elbe.


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