Doris Schröder-Köpf konnte sich in Bemerode endlich einmal gegen Sigrid Leuschner behaupten.
Hannover. Von Anfang an war klar gewesen, dass die Frau des Altkanzlers Gerhard Schröder diesmal die Wahl gewinnen würde. Der Vorstand hatte sich im Vorfeld für sie entschieden und das auch öffentlich gemacht. Schröder-Köpf gewann die Wahl mit 45 Stimmen, Leuschner bekam 15. „Ich bin froh, dass ich zum ersten Mal einen ordentlichen Sieg einfahren konnte“, sagte Schröder-Köpf hinterher. Das Verhältnis von reellen Stimmen und Menschen habe sich jetzt zu ihren Gunsten gedreht. Entsprechend selbstbewusst beantwortete sie die Frage über ihre politische Zukunft im Falle einer Niederlage: „Ich gehe davon aus, dass ich gewinne. Und dann stellt sich die Frage nicht.“
In der Gesamtwertung liegt Schröder-Köpf nach den absoluten Zahlen mit 23 Stimmen vorne. Zuvor war sie auch auf ihre Kritiker eingegangen und hatte ihre Entscheidung begründet, gegen Leuschner anzutreten: „Weil ich hier wohne und lebe.“ Sie sei auch bereit, Arbeit an der Basis zu machen: „Ich gebe es zu, ich habe bisher keine Plakate geklebt.“ Überraschend war nur der Auftakt des Abends. Eingeladen waren die Mitglieder in den Saal des Rathauses Bemerode. Weil den aber auch die CDU für ihre Kreiswahlkonferenz gebucht hatte, informierte ein Schild am Eingang alle, dass sie zur Grundschule Am Sandberg gegenüber ausweichen müssten. kig
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