Gehört zum Stadtbild: Hochstraße am Raschplatz.
VON GUNNAR GEROLD
Sehr wahrscheinlich wird die Hochstraße einer neuen Endstation der Stadtbahnlinie 10 zum Opfer fallen. Das geht aus einem Zwischenbericht zur Verlängerung der so genannten D-Linie hervor, der im Verkehrsauschuss der Region vorgestellt wurde.
Demnach ist die oberirdische Fortführung der zurzeit vor dem Bahnhof verlaufenden Trasse durch den Posttunnel mit neuem Endhaltepunkt an der Berliner Allee die wirtschaftlichste Variante.
„Unter der Raschplatz-Hochstraße ist die Errichtung der neuen Station nicht machbar“, erklärt Martin Vey, Betriebsleiter Bau bei der Infrastrukturgesellschaft Infra. Zum einen reiche der Platz nicht aus, zum anderen verhinderten die Stützpfeiler der Brücke den Bau von Kreuzweichen – ohne diese könnten die Bahnen nicht wenden. Und so heißt es wohl bald Abschied nehmen von Hannovers grauem Bauzeichen.
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Kommentare
Umweltzone der nächsten Generation Carsten – 23.10.09
Die wird eh kommen. Sicher nicht in fünf und auch nicht in zehn Jahren. Aber mittelfristig, wenn die Technik soweit ist, wird es in der City heißen: freie Fahrt nur noch für emissionsfreie Elektrofahrzeuge. Was ich auch ausdrücklich begrüßen würde.Und zwischen flüsterleisen Elektroflitzern auf Goethe- und Kurt-Schumacher-Straße nervt dann rumpelnd und quietschend die ökologische Straßenbahn. Hurra! ;-)
Die CO 2 Belastung Klopskalli – 23.10.09
Eine gute Frage. Denn das sich dort wo einmal die Hochstrasse war, jede Menge Fahrzeuge stauen und Abgase in die Luft pusten ist ja wohl klar.Wie passt diese sinnlose Luftverschmutzung eingentlich zu den gerade erst eingeführten Umweltzonen ? Kommt dann zur Kompensation ein neuer Okö Terror ? Eine Umweltzone der nächsten Generation ?
nur mal so... 321 – 22.10.09
@ neuhannoveraner : "Karl-Schumacher-Str."? ... tztztz... Kurt sach ich! Das ist ein Faupax, den Ihnen ein wirklicher (Ich meine ein echter, wie eben Kurt Schumacher, nicht so einer von heute!) nie vergeben wird!Hochstraßen-Abriss Radfahrer – 22.10.09
Bei den Planungen der Region für die oberirdische Lösung in unserer Stadt sind durch Haltezeiten des IV an den Ampeln mögliche vermehrte CO²- und Feinstaubemissionen doch sicher berücksichtigt worden - oder? Ich halte das im 21. Jahrhundert für ein echtes Thema!Sparen für den Tunnel Brainstorm – 22.10.09
@ KlausGute Idee Klaus. Aber erst einmal muss ein neues Regionsgebäude gebaut werden. Dafür scheint Geld da zu sein. Dann kann man auch wieder vernünftige Entscheidungen erwarten; im Moment sind das wohl unzumutbare Bedingungen.
P. S.: Durch die U-Bahn_Station Schlägerstraße hervorragend erschlossen. Im Herbst 2011 ist wieder Kommunalwahl.
D-Linie, Artikel vom 21./22.10.2009 StaStaNutz – 22.10.09
Wenn die wirtschaftlichen Gesichtspunkte ausschlaggebend wären, gäbe es keinen OPNV. Wozu sie führen können, haben die Älteren unter den Hannoveranern 1968/69 als Rote-Punkt-Aktion erlebt. Die wirtschaftlichste Lösung ist, alles so zu lassen, wie es ist.Bei einer oberirdischen Lösung wäre natürlich abzuwarten, wie sich die von der Planung der Region betroffenen hannoverschen Anlieger im Planfeststellungsverfahren äußern. Insbesondere den Grundstückseigentümern und Gewerbetreibenden im größten Teil der Goethestraße und der Kurt-Schumacher-Straße wäre damit verwehrt, dass ihre Straße langfristig den Standard zum Beispiel des E-Dammes erreicht. Dort stand kein einziger Baum, bevor die Straßenbahn im Tunnel geführt wurde!
Von witterungsgeschütztem Umsteigen zwischen den vorhandenen Linien wollen wir gar nicht erst einmal reden.
Nix da Thomas – 22.10.09
Das letzte bisschen Urbanität der vergangenen Jahre gehört schlicht unter Denkmalschutz gestellt. Abreissen ist Blödsinn.Zumal eben die unterirdische U-/Stadtbahn-Lösung eh das einzig Sinnige unter stadtplanerischen und freiraumplanerischen Aspekten ist. Eine sich weiterhin durch die Innenstadt quälende Bahn trägt kaum dazu bei Verkehrsströme neu und sinnig zu strukturieren.
D Linie Bürger – 22.10.09
Also wenn die Bahn schon durch den Posttunnel fahren soll dann finde ich auch das sie lieber dort Enden sollte wo jetzt noch der häßlichste ZOB Deutschland ist . einfach ZOB wech reissen Endpunkt hinbauen fertig ! simit kann dann die Hochstr. bleiben und die Üstra hat einen Endpunkt. Vom ZOB bis zur U Bahn Station HBF die 200 bis 500 meter kann mann auch laufen zum Umsteigen.Abriss der Raschplatz Hochstrasse für den Bau einer Strassenbahn Klopskalli – 22.10.09
Absoluter Nonsens. Unter dem Hbf gibt eine Station für die lange geplante D-Linie. Genauso ist unter der Station Steintor schon ein Stück der D-Linie mitgebaut worden.Sollen diese Investitionen in Millionen Höhe für nix gewesen sein?
Wo soll der der Verkehr fliessen, der heutzutage über die Hochstrasse fährt? Unten lang ? Da wo dann die Strassenbahnhaltestelle ist ? Heute steht man unten schon ewiglange, auch heute schon wegen einer Buslinie mit Vorrang. Wie soll denn das werden, wenn da auch noch eine Strassenbahn den Verkehr ausbremst ?
Genauso ein Blödsinn ist die Anbindung der S-Bahn vom Bahnsteig runter in den Posttunnel. Das müsste ja dann vorne bei Gleis 1+2 sowie hinten bei 13+14 gemacht werden. Dazu werden neue Eisenbahnbrücken gebraucht. Im Postunnel allein müssten gewaltige Baumassnahmen ausgeführt werden.
Und was soll bitte schön dieser kurze Ast einer Strassenbahnlinie bringen ? Nicht einmal einen Kilometerlang. Und nicht weit vom Endpunkt entfernt der Zugang zur U-Bahnstation Hbf. Das ist alles Quatsch ! Hinter diesem ganzen Plan stecken wieder die gleichen Leute, denen die Hochstrasse schon lange ein optischer Dorn im Auge ist. Nur was verbessert sich denn, wenn die Hochstrasse weg ist. Optisch sieht es dort genauso beschissen wie vorher aus, aber das Verkehrchaos ist um einiges grösser. Aber vielleicht ist das ja auch gewollt. Denn den Stadtoberen geistert ja schon lange der Plan einer Autofreien Innenstadt durch die Köpfe. Und mit der berühmten Salamitaktik arbeiten Sie sich ja an anderer Stelle gerade wieder vor. Der langen Laube.
Die Frage lautet: Qui bono ?
Unsinn Olaf – 22.10.09
Die Hochstraße entlastet den Verkehr an dieser Stelle enorm. Sie abzureißen wäre falsch.Verkehrsplanung CrayZD – 22.10.09
Wer hier angesichts eines möglichen Hochstraßen-Abrisses und einer Blockierung des Cityrings durch die Straßenbahn von Verödung der City spricht, unterschätzt die Intelligenz der Autofahrer.Kein Kfz wird weniger auf Hannovers Straßen unterwegs sein, wenn das o.g. Schikanenpaket Wirklichkeit wird. Man sucht sich halt seine weniger staugefährdeten Alternativen. Egal ob man in die City möchte oder sie nur so schnell es geht umfahren will.
Bedanken werden sich dafür die Anlieger von: Schiffgraben, Königstraße, Lavesstraße, Joachimstraße, Celler Straße, Herschelstraße, Volgersweg, Sedanstraße, Friesenstraße, Emmichplatz, Bödekerstraße, Ferdinand-Wallbrecht-Straße...
Schluss mit dem Wahnsinn! D-Tunnel jetzt!
Tunnel D Jens – 22.10.09
Moin,was kommt nach dem Tunnel der Linie D Steintor und HBf. Eine Konesquenz ist der Bau unter der Limmerstr. und der Sallstrasse unter der Marienstr. in die Südstadt. Damit sind auch die Probleme mit den Hochbahnsteigen entgültig vom Tisch. Nur die Frage wer ist so nett und zahlt das? Eine Maut für die die mit dem Auto in die Innenstadt fahren wollen bringt die ersten Millionen ein. Finanziert man diese Tunnelstrecke über ein PPP hat man gut zwei drittel der Kosten für den Bau gedeckt, der Rest könnte von EU und Bund kommen (noch regiert in Niedersachsen ja die gleiche Koalition). Die Hochstrasse bleibt, die Autofahrer können beruhigt in die Stadt fahren und der Kunde das ÖPNV sitzt im Tunnel. Einen neuen Anreiz zur Nutzung des Tunnels setzen wir mit einer Tarifsenkung. Alles deutet auf eine Chity-Maut für Autofahrer hin - bin ich sofort da bei, wer noch, wann ist Baubeginn?
Üstra Stadtbahnnutzer – 22.10.09
Laut Ihrer Berichterstattung bevorzugt die Üstra (wie ich auch) die Tunnellösung. Also ist die Hochstraße nicht der Üstra (wie die Überschrift vermittelt), sondern der oberirdischen Planungsvariante der Region Hannover im Weg.Das die Baukostenschätzung für den Tunnel von 120 Mio auf 115 Mio reduziert wurde, ist doch auch schon was.
@ HD LJA – 22.10.09
Die Verlagsgruppe Madsack gehört mehrheitlich der SPD. Von daher ist es mit der Unabhängigkeit schon so eine Sache. Während sich die NP bereits seit langem als halbamtliches Zentralorgan der Partei versteht, war bei der HAZ zumindest noch ein Versuch der Überparteilichkeit erkennbar. Seit der jetztige Chef der Lokalredaktion aber sein Amt angetreten hat, ist es auch damit vorbei.Die Berichterstattung zum D-Linien Komplex ist ein gutes Beispiel hierfür. Voller Begeisterung werden Planungen vorgestellt, die für tausende von Berufstätigen eine deutliche Verschlechterung ihres täglichen Arbeitsweges bedeuten. Aber dafür ist natürlich alles politisch hochkorrekt und im Einklang mit den letzten Parteitagsbeschlüssen. Das ist doch was.
Tunnellösung besser Hermann555 – 22.10.09
Wie viel Verkehrsberuhigung verträgt eine Großstadt?Schon heute ist der Innenstadtkern durch die zahlreichen Fußgängerzonen mit dem Auto schwer erreichbar. Würde man für Straßenbahngleise nun auch noch die Raschplatzhochstraße abreißen, käme es in diesem Bereich zu den Berufsverkehrszeiten ziemlich sicher zu einem weiträumigen täglichen Verkehrskollaps. Man sollte es mit dem Zurückdrängen des Individualverkehrs nicht übertreiben. Viele Bürger haben nicht die Möglichkeit auf Öffis umzusteigen und sind daher auf ihr Auto angewiesen. Das wird in der Diskussion oft vergessen. Drängt man den Individualverkehr noch weiter zurück, dürfte das zu einer stellenweisen Verödung der Innenstadt führen. Schon heute kann man das am Beispiel der Altstadt sehen. Wird die City für Autokunden immer schwerer erreichbar, werden viele ins Umland zum Einkaufen fahren, und auch das kann man heute schon an den zahlreichen am Stadtrand gelegenen Einkaufszentren sehen. Darüber hinaus hat der Cityring eine wichtige Funktion. Er bündelt den Verkehr und zieht ihn damit aus den umliegenden Gebieten raus. Daher Finger weg vom Cityring! Im Übrigen ist die Raschplatzhochstraße auch ein Stück Großstadt, wovon man hier durchaus mehr vertragen könnte. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage bin ich gegen eine U- oder Straßenbahn. Wenn es denn aber unbedingt sein muss, wäre eine U-Bahn langfristig gesehen klar die bessere Lösung.
D-Tunnel HD – 22.10.09
Ich werde hier den Verdacht nicht los, dass die BiU und der VCD bei der HAZ und NP eine gewisse Lobby haben. Die Tunnellösung wird immer nur mies gemacht und deren Vorteile gar nicht vorgestellt. Eine objektiverer Berichterstattung sollte doch bei einer unabhängigen, überparteilichen Zeitung möglich sein.Die Verkehrsplanung LJA – 22.10.09
in Hannover wird von Tag zu Tag gruseliger. Ach ja, bald ist Halloween !Tunnel FH – 22.10.09
Alles andere als ein Tunnel ist Steuerverschwendung und wird zu einem verkehrschaos führen. Wenn der Tunnel nicht finanzierbar sein sollte (obwohl er alut Gutachten wirtschaftlich ist und damit die Fördergelder doch fließen sollten), sollte man das Geld in wichtigere SAchen stecken, als die Sache mit einer Station am, Raschplatz zu verschlimmern!Es gibt einfach keine guten ARgumrente für die Straßenbahn. Der Tunnel ist die einzig vernünftige lösung, mit dem auch spätere Generationen etwas anfangen können. Sonst stehen wir nin 30 Jahren hier wieder vor der gleichen Diskussion!
Oberirdische D-Strecke MK – 22.10.09
Die Tunnellösung ist, wenn auch nur knapp, wirtschaftlich. Also jetzt mal Butter bei die Fische. Der Verkehr hinter dem Bahnhof wird bestimmt nicht abnehmen, denn es ist ja der einzige vernünftige Zugang zum Hauptbahnhof mit dem PKW aus Richtung Süden. Von der Joachimstraße darf ich ja nicht auf den Bahnhofsvorplatz fahren. Mal angenommen es bleibt bei dem 7,5 Minutentakt auf der Linie 10, dann machen die Bahnen alle 3,75 Minuten die Kreuzung Lister Meile / Berliner Alle dicht. In der restlichen Zeit müssen dann alle andern Richtungen die Grünphasen teilen, wenn nicht noch die Busse die Ampel steuern. Eine billigere Variante ist fast immer wirtschaftlicher, aber bestimmt nicht die bessere. Auch mit der neuen Strecke fährt die Linie 10 abseits des Zentrums und wenn sich die Stadtplaner erhoffen, der Raschplatz würde dadurch belebter werden, kann ich nur sagen, das hat die letzten 30 nicht geklappt und wird auch in Zukunft nicht klappen. Die Geschäfte und Haupteinkaufsstraßen sind nun mal vor dem Bahnhof.Durch die Tunnellösung komme ich zwar auch hinterm Bahnhof an, gehe aber einfach eine Ebene höher und muss maximal 3 Minuten warten und dann steige ich in eine Bahn zum Kröpcke.
Idee Amarok – 22.10.09
Ich hab's: wir lassen die Brücke stehen und sägen dort, wo die Endhaltestelle hin soll, eine Lücke rein. An die Kanten machen wir leicht nach oben gebogene Rampen und dann müssen alle mit Tempo 70 versuchen, diese Lücke zu kriegen. Das gibt ein bißchen "Mario Kart"-Feeling in die Stadt...(Sorry, aber das ist halt pure Verzweiflung...)
Niederflurbahnen El – 22.10.09
Schickt die 9 und die 10 durch einen Niederflurtunnel zum Raschplatz und lasst und die Hochbrücke kann einfach stehenbleiben.Es wäre doch schade um das letztle brutalistische Brückenbauwerk in zentraler Lage.
Bauausschuss und Bürgerbeteiligung Leserfreund – 22.10.09
An alle, die sich hier sicherlich bis zu einem gewissen Grad aufregen:Bauausschusssitzungen der Stadt sind öffentlich. Im Anschluss gibt es eine Art Fragestunde für Bürger, in der Sie Ihrem Ärger Luft machen können. Das ist der direkteste Weg, Politikern Feuer unterm Hintern zu machen.
Wer über Politik meckert und abends vorm Fernseher sitzt, obwohl er Einfluss auf die Entscheidungen nehmen könnte, was mit seinem Steuergeld etc. gemacht wird, der sollte sich lieber aufraffen!
Die Säle sollten überquellen von aufgebrachten Bürgern.
Ich für meinen Teil empfinde den Individualverkehr in Hannover als lästig. Stadtbahnfahren ist ne gute Möglichkeit, sich fortzubewegen! Und günstig, wenn mans mal gegen Fahrzeuggesamtkosten rechnet.
Zur Linie10: Warum keine Haltestelle ein paar Meter weiter auf dem Weißekreuzplatz??? Oder den Pavillon abreißen. Wäre auch schön!
Raschplatz-Hochstraße weg??? Vampir – 22.10.09
Moin, moin,zunächst einmal: Ich fahre fast nie mit der Stadtbahn und bin berufsbedingt viel in und um Hannover unterwegs.
Welcher Verkehrskasper hat denn diese Schnapsidee gehabt??? Raschplatzhochstraße abreißen, mindestens 3 Jahre Vollbaustelle hinterm Bahnhof und anschließend ein gepflegtes "stop and go"???
Wer so etwas plant, hat eine grüne Brille auf (meinetwegen), sitzt nur am Schreibtisch (macht betriebsblind...) und ignoriert die Realität: Gerade die Spange hinter dem Bahnhof sorgt doch für einen relativ reibunglosen Verkehrsfluss in Hannovers Innenstadt! Und dass alle das Auto stehen lassen und auf die Stadtbahnlinie 10 umsteigen ist wohl auch eher realitätsfernes Hirngespinst. Weniger und umweltfreundlicher Autofahren geht ganz einfach: Teurer Sprit, kleineres Auto, weniger PS und streckenoptimiertes Fahren.
10 Klaus – 22.10.09
Lasst "meine" 10 einfach da, wo sie ist, wenn ihr sowieso kein Geld in euren Kassen habt! Es gibt wirklich wichtigere Sachen in Hannover, als jetzt an der Linie 10 rumzuwirtschaften. Die teuren Gleisarbeiten bleiben doch, wenn es überirdisch weitergeht.Und dann macht es so, wie es jeder Haushalt machen sollte: SPAREN, bis die vernünftige Tunnelvariante machbar ist!
Alles andere ist MURKS!
Mein Code für diesen Beitrag ist übrigens "gouda"...in diesem Sinne, meine nicht verehrten Damen und Herren Stadtplaner...
Viele Probleme für wenig Geld Amarok – 22.10.09
Na super - säbelt die ohne Frage vielleicht zwar nicht schöne, so doch nützliche Hochbrücke weg, nur um ein schönes Plätzchen für den Fremdkörper Linie 10 zu schaffen. Mit all den Hochbahnsteigen am Steintor, im Posttunnel und am Raschplatz werden Barrieren geschaffen, die man sich nicht vorstellen kann. Gerade jetzt wird der raschplatz mit den großen Freitreppen geöffnet, nur damit Jahre später eine parkende Stadtbahn die Verbindung zum Pavillon und zur Oststadt wieder blockiert? Sicher ist die Stadt für den Abriss der Hochbrücke, dann aber darf dem Cityring keine Stadtbahn in die Quere kommen. Nach wie vor habe ich den Eindruck, man möchte den niedrigsten Preis schön reden (bzw. man hat diese Planung schon längst beschlossen), um später vor vielen weiteren ungelösten Problemen zu stehen. Durch die oberirdische Führung mit all ihren engen Kurven und dem noch zuätzlich geplanten Halt Herschelstraße wird die 10 in keinster Weise beschleunigt. Die Umsteigebeziehungen bleiben lang, unattraktiv - so bleibt die 10 ewig ein Fremdkörper, und die Stadt und die üstra wissen das auch. Es wird Zeit, dass beide mal kräftig auf den Regionstisch hauen und den Tunnel als ersten Schritt zu einer Komplettierung des einst hochgelobten Stadtbahnsystems durchsetzen. Mit mehr Mut zu mehr Geld baut man zukunftssicherer, aber den Murks, den ich jetzt tagelang in der Zeitung lesen muss, lässt mir stadtplanerisch die Haare zu bergen stehen.Ich sehe schon all die Autofahrer auf dem Cityring minutenlang warten: der Stadtbahnfahrer schraubt die Thermoskanne zu, die Türen gehen zu, eventuell gibt es dann mal Grün, eine Oma hastet noch zur Bahn (ist ja ein langer Weg aus der Tunnelstation bis ganz nach oben), ehe sie (die Bahn...) in den gesperrten Posttunnel einbiegt, um Minuten später durch mehrere Kurven und Stopps aufgehalten am Steintor anzukommen... Wenn solch ein Quatsch in Hannover gebaut werden sollte, habe ich große Zweifel an der Vernunft mancher sogenannter Planer.
Stadtbahnlinie 10 Jens – 22.10.09
moin,betrachten wir das Gesammtnetz der Üstra verblieibt einzig logisch die Tunnellösung um eine "Auto"-freundliche Innenstadt zu bekommen. Freihe Fahrt für freie Bürger. Baut die Linie 10 von Limmer durch die Sallstrase weiter und macht die Strasse dicht für den Durchgangsverkehr.
Seht über die Grenzen nach Frankreich dort drohte der Weltuntergang als die Innenstädte Ihre neuen "Strassenbahnen" bekommen sollten (Klassiker Strassburg). Was ist passiert? Die Teile in denen der Autoverkehr aus und umgelagert wurden haben gewonnen, der Verkehr an sich ist weniger geworden und die Menschen haben gelernt es geht auch ohne Automobilität. Aus Parkplätzen wurden Parks und Grünanlagen. Bis auf die jenigen die schon immer gegen alles waren und sowieso dagegen. Es fehlt der Mut Neues zu wagen auch hier, weck vom Auto hin zu einer Mobilität die weniger Platz und Umwelt verbraucht. Mut zur Strassenbahn ...
Straßenbahnstreit auf verschiedenen Ebenen neuhannoveraner – 22.10.09
Nachdem ich verschiedene Diskussionen im Netz verfolgt habe, was die Gestaltung der Linie 10 betrifft - sei es in Linden und am Raschplatz, ein kleiner Vorschlag: Der ZOB soll ohnehin umgestaltet werden, Vieles ist an den Bahnsteigen schon reduziert worden.Wäre es da nicht bedenkenswert, bei einer Neustrukturierung dort einen Endbahnsetig wie bei Aegi, Roderbruch, Haltenhoffstraße einzurichten?
Und wenn dann mal wieder die Zugänge vom ZOB zum Anfang der Pasarelle über Rolltreppen geöffnet werden, sind die Anschlusswege auch nicht weiter als vom Bus zur Bahn beim Aegi.
- Verkehr oberirdisch in der Karl-Schumacher-Straße, Bahnhofsvorplatz usw.- wo ist ds Problem? Wenn das Konzept so ausgelegt wird wie in anderen Großstädten, dass es eine Mischung aus einer Fußgänger/Radfahrer/Straßenbahnzone gibt - allerdings mit Ausschluss der Autofahrer auf der Strecke, dann sollten doch alle zufrieden sein.
Die gängigen Einkaufszentren könntn über Querungen wie in Linden-Nord auch erreichbar gemacht werden.
Warum keine überirdische Straßenbahn in der City? - wobei es schön wäre, gerade dort die einstiegsbequemeren Silberpfeile mit drei Stufen statt den Oldies mit zwei heftigen Stufen, die unbequem sind und Behinderten eine Mitfahrt erschweren, einzusetzen, weil es auf den Strecken keine Hochbahnsteige gibt. Würde auch schon für mehr Akzeptanz sorgen.
Weitblick? Bahni – 21.10.09
...warum stellt man sich mit so einer Entscheidung mal wieder die Beine? Warum muß die Stadtbahn auf diesem Stück oberirdisch verkehren und genau am Standort der Hochbrücke ihre Weichen für die Endhaltestelle haben? Es existieren machbare (aber teurere, deswegen aber nicht minder sinnvolle!) Pläne für eine Tunnel-Lösung.Selbst mit allen möglichen Schikanen für Autofahrer wird der Straßenverkehr "hinterm" Hauptbahnhof nicht weniger. Die ohnehin schon kurzen Ampelphasen in diesem bereich würden bei Verkehren einer oberirdischen Linie 10 weiter zusammengestutzt, zusätzlich würde die Stadtbahn Zeit von sinnvollen Grünphasen abzweigen. Der zusätzlich "nach unten" verlagerte Straßenverkehr hätte lange Staus in alle Richtungen zur Folge. Sehr wahrscheinlich sieht man die Entscheidung gegen die entlastende Brücke nach spätestens 15 Jahren äußerst kritisch. Eine sinnvolle Investition in die Entschärfung von Verkehrsproblemen ist angebrachter, als sich Sparzwängen zu unterwerfen und damit Verkehrsprobleme zu schaffen.
Raschplatz-Hochstraße Senior – 21.10.09
Die Politiker der Region werden doch frühestens im nächsten Monat beschließen, ob für die D-Linie eine unter- oder oberirdische Lösung in unserer Stadt angestrebt wird. Die Tunnellösung soll "knapp wirtschaftlich" sein. Sie ist also wirtschaftlich. Also bitte kein vorauseilender Gehorsam zu Lasten der Anlieger einer oberirdischen Lösung. Die Straßenbahn im "Posttunnel" habe ich schon bis 1975 erlebt. Das brauche ich nicht wieder!