Ein technischer Mitarbeiter zeigt das neu entwickelte Gerät zur Strahlentherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)
Nach Angaben der MHH verkürzt das in Niedersachsen einmalige Verfahren die Therapiedauer und senkt die Rückfallrate. Bei der neuartigen Methode wird das betroffene Gewebe nach der Entfernung des Tumors von innen bestrahlt. Diese Bestrahlung wird einmalig während der Operation vorgenommen. An der MHH wurden bislang neun Frauen mit der Therapie behandelt. Geeignet ist sie vor allem für ältere Frauen mit kleinen Tumoren.
Die Universitätsklinik Mannheim war vor sieben Jahren die erste Einrichtung in Deutschland, die das Verfahren einsetzte. Heute sind es insgesamt 23 Kliniken in ganz Deutschland und die Ärzte hoffen, mit der neuen Methode bald bei 15 bis 20 Prozent der Patientinnen ohne zusätzliche Bestrahlung der ganzen Brust auszukommen.
Wie die MHH angab, erkranken in Deutschland jährlich rund 60 000 Frauen an Brustkrebs. Aufgrund erweiterter Früherkennungssysteme wird Brustkrebs jedoch immer häufiger in einem frühen Stadium erkannt, wenn der Tumor noch klein ist. Genau in diesen Fälle kommt die neue Strahlentherapie in Frage. dpa
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