Lena bei ihrem Auftritt vergangene Woche.
Von Verena Koll
Hannover. Gestern musste sie zum ersten Mal zwei Lieder singen: Lena Meyer-Landrut (18), die hannoversche Viertelfinalistin bei „Unser Star für Oslo“. In dem Casting sucht Stefan Raab (43) für die ARD und Pro 7 den Kandidaten, der Deutschland am 29. Mai beim Grand Prix in Oslo vertreten wird.
Aufgeregt sei sie gar nicht, meinte Lena vor der Show. „Ich sitze gerade in der Maske und lasse mich betüdeln, alles super“, erzählte sie. Mit den beiden Songs habe auch alles geklappt. Mit dem Textlernen war es etwas eng geworden. Am Donnerstagmorgen hatte Lena noch eine Mathe-Klausur an der IGS Roderbruch geschrieben, bevor sie zu den nächsten Proben im Kölner Fernsehstudio gefahren war. Im Zug wollte sie die Songtexte lernen. „Hat alles geklappt, das wird schon“, war sie gestern zuversichtlich, „olé, olé!“
Auch für die Buchmacher des Online-Anbieters PartyBets ist Lena die Favoritin. Auf ihren Sieg seien 90 Prozent aller Wetteinsätze zur Show abgegeben worden.
Sollte es wirklich für sie klappen, hat sich die Schülerin schon einmal zweierlei vorgenommen: Schnell das Abi machen und dann Deutschland beim Grand Prix endlich wieder auf Erfolgskurs bringen. Nur einmal hatte die Republik beim größten Musikwettbewerb der Welt vorn gelegen. Am 24. April 1982 war das, Nicole brachte im Alter von 17 Jahren „Ein bisschen Frieden“ nach Harrogate und den Siegerpokal nach Saarbrücken.
Um den Pott nach Hannover zu holen, müsste Lena zunächst einmal durchs Halbfinale am Dienstag kommen, das wieder Pro7 überträgt. Am Freitag zeigt schließlich die ARD das Finale der besten zwei Kandidaten. Welches Lied Raabs Gewinner in Oslo singen wird, entscheiden die Zuschauer ebenfalls im Finale.
Pro 7: Unser Star für Oslo – Halbfinale. Dienstag, 9. März: 20.15 Uhr.
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