Hannover. Das geht aus Daten des Statistischen Landesamtes für 2010 hervor, die am Mittwoch die Krankenkasse DAK veröffentlichte.
Landesweit kamen 2718 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung in eine Klinik, davon 390 in der Region Hannover. Dahinter folgen der Kreis Osnabrück (139 Fälle) und die Stadt Hildesheim (125 Fälle). Die wenigsten Fälle wurden in Lüchow-Dannenberg und Wittmund (jeweils 13) gezählt. Erstmals seit mehreren Jahren ist damit die Zahl der jugendlichen Komasäufer in Niedersachsen leicht gesunken (1,3 Prozent).
In der Altersgruppe der 10- bis 15-Jährigen nahm der exzessive Alkoholmissbrauch im Vergleich zum Vorjahr sogar um 18 Prozent ab. Mädchen waren etwas öfter betroffen als Jungen. Da die Zahl der jungen Komasäufer in Niedersachsen im Zehn-Jahres-Vergleich allerdings um 220 Prozent gestiegen ist, sieht die DAK weiterhin Handlungsbedarf und startete am Mittwoch zum dritten Mal die Kampagne "bunt statt blau". Schüler zwischen 12 und 17 Jahren sind aufgerufen, Plakate zum Thema Alkoholmissbrauch zu entwerfen.
"Im Kampf gegen das Komasaufen sind Jugendliche selbst die glaubwürdigsten Botschafter. Deshalb setzen wir unseren Wettbewerb fort", sagte DAK-Landeschefin Regina Schulz. Im vergangenen Jahr hatten sich bundesweit etwa 12 500 junge Künstler an der Aktion beteiligt.. dpa
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