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Kleinkind erstochen – elf Jahre Haft

Wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht Hannover einen 54 Jahre alten Mann zu elf Jahren Haft verurteilt.

Muss elf Jahre in Haft: Masoud M. (54)

© Elsner
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Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann seine elf Monate alte Tochter im September vergangenen Jahres in Hannover mit mehreren Messerstichen in den Oberkörper getötet und deren Mutter mit mehreren Messerstichen verletzt hatte.

Die Tat erfolgte, nachdem die Frau angedroht hatte, den 54-Jährigen zu verlassen. Die Kammer sah vor allem in dem traditionellen Bild der Frau, der starken Eifersucht sowie in dem extremen Kontrollverhalten des Iraners Beweggründe für die Tat. Nach Ansicht der Kammer hatte der Mann vermutlich starke Verlustängste.

Im Prozess hatte der Angeklagte erklärt, dass die Lebensgefährtin ihn mit dem Messer in die Brust gestochen und dann das Baby getötet habe. Ein Rechtsmediziner gab allerdings an, dass die Schnittverletzungen zu oberflächlich und gleichförmig gewesen seien und der Mann sich die Schnitte somit selbst zugefügt haben müsse. Ein psychiatrischer Sachverständiger stellte fest, dass der Angeklagte voll schuldfähig ist. ddp


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  • Zustimmung Stefanus – 18.04.09
    Die Juristerei hat sich in einigen Bereichen zu einem menschenfremden §§§monster entwickelt. Sie ist meiner Meinung nach nicht mehr in der Lage das Zusammenleben der Menschen zu regeln. Hier verbirgt sich die Gefahr, dass die Menschen eines Tages glauben, das Recht selbst in die Hand zu nehmen. Um dieses zu verhindern müssen Richter endlich durch die Politik in die Realität zurückgeholt werden.
  • Bürgerfern Annette St. – 18.04.09
    Für mich ein weiteres weltfremdes und bürgerfernes Urteil. Es dürfte nicht "im Namen des Volkes" heißen. Denn die Bevölkerung wünscht sich andere Urteile und möchte vor solchen Verbrechern geschützt werden. Da wird ein unschuldiges Menschenleben auf grausamste Weise ausgelöscht und die Mutter des Opfers wird den "Mörder" nach 2/3 Verbüßung seiner Strafe möglicherweise in der Nachbarschaft wohnen haben. Die Hemmschwelle für Gewalttaten jeder Art dürfte nach solchen Urteilen weiter abnehmen. Wir brauchen endlich Richter mit Verantwortungsgefühl für die Allgemeinheit.

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