Margot Käßmann
Wie die stellvertretende Sprecherin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Silke Römhild, dem epd bestätigte, ist die einstige EKD-Ratsvorsitzende aus ihrer Privatwohnung über der Bischofskanzlei am Maschsee ausgezogen. Über ihren künftigen Wohnort wurde nichts bekanntgegeben.
Die 52-Jährige, die im Februar nach einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss von allen Ämtern zurückgetreten war, geht Ende August für vier Monate an die Emory-Universität in Atlanta im Südosten der USA. Ein Angebot, in Amerika zu bleiben, habe sie abgelehnt, sagte sie vor kurzem. Sie wolle nach Deutschland zurückkehren.
Käßmann war vor elf Jahren zur Bischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gewählt worden und zog Ende Juli 1999 mit ihrer Familie nach Hannover. 2007 ließ sie sich nach 26 Jahren Ehe von ihrem Mann Eckhard scheiden, mit dem sie vier erwachsene Töchter hat. Ein Jahr zuvor war die promovierte Theologin an Brustkrebs erkrankt und hatte ihren Dienst zwei Monate nach ihrer Operation wieder aufgenommen. Im Oktober 2009 wurde sie zur Ratsvorsitzenden gewählt und war damit oberste Repräsentantin von rund 25 Millionen Protestanten. epd
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Kommentare
Bischöfin Dr.Martinus – 29.07.10
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Kässmann ihre Dienstbezüge behält. Eigentlich ist so etwas geregelt, und die Landeskirche täte gut daran, ein klärendes Wort zu sagen. Was mich eher wundert ist, dass jeder Pastor sich innerhalb vorgeschriebener Zeit um eine neue Tätigkeit zu bewerben hat. Das müsste auch für die ehemalige Landesbischöfin gelten. Oder ist sie ohne Dienstbezüge beurlaubt? Auch hierzu müsste sich die Landeskirche gegenüber dem Kirchensteuer zahlenden Gemeindeglied äußern. Die Landeskirche muss zwar die öffentliche Neugier nicht bedienen, aber hier erlebe ich eine unevangelische klerikale Geheimhaltung.Bischöfin Frieda – 28.07.10
Eben, sie ist doch nicht auf Lebenszeit gewählt, ist doch nicht der PapstMargot Käßmann Petra – 28.07.10
Wenn sie Lust dazu hat muß man die Leute auch mal machen lassen was sie wollenUmzug von Frau Käßmann fips – 28.07.10
Dienstwohnung ist deshalb eine Dienstwohnung, weil man dort seinen Dienstsitz hat. Warum sollte sie nach Beendigung ihres Dienstes dort nicht ausziehen. Sie behält ihre Dienstbezüge und führt ein freies Leben. Davon kann manch einer nur träumen, der seinen Job verliert.Umzug Pit – 27.07.10
Alles ist endlichKäßmann nicht mehr in Hannover Hein – 27.07.10
Schade drum