Der verunglückte Hubschrauber liegt auf dem Dach eines Firmengebäudesauf dem Gelände des VW-Nutzfahrzeugwerks in Hannover.
Hannover. Der 58-jährige Pilot des Hubschraubers Eurocopter AS 350 hatte am Mittag gegen 12.30 Uhr eine Notlandung versucht. Er sollte eine neue Lüftungsanlage auf dem Dach einer Werkshalle auf dem Gelände des VW-Werks an der Mecklenheidestraße (Stöcken) montieren, weil ein Lastkran dafür nicht eingesetzt werden konnte. Über der Halle sei dann plötzlich das Triebwerk ausgefallen, berichtete ein Beamter. Kurz vor dem Absetzen eines Teiles kam es offensichtlich zu Aussetzern in der Turbine des Helikopters. Die Piloten des Hubschraubers blieben nach Angaben der Ermittler unverletzt. Herumfliegende Trümmerteile trafen einen Arbeiter. Ein 46-jährigerKollege, der sich in der Halle unter der Unglücksstelle befand, hat zudem durch aufgewirbelten Staub eine leichte Augenverletzung erlitten.
Beim Aufsetzen wurde die Maschine erheblich beschädigt - sie ist nicht mehr flugbereit. Durch die rotierenden Rotorblätter wurden Scheiben des Hallendaches und Teile der Dachkonstruktion zerstört. Der Gesamtschaden beläuft sich nach polizeilichen Schätzungen auf zirka eine Million Euro. Das Wrack soll in den nächsten Tagen mit einem Lastenhelikopter geborgen werden. Die Unglücksursache ist bislang unklar. Beamte der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen haben gemeinsam mit der Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. (dpa/ots)
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