Der in Hannover ansässige Heise Verlag hat einen Erfolg gegen die Musikindustrie errungen.
HANNOVER. Ausgelöst wurde der Rechtsstreit durch einen Bericht des Portals heise online über Kopierschutzmaßnahmen aus dem Jahr 2005. Leser des Artikels konnten über einen Link zur Startseite eines Softwareherstellers gelangen. Dieser bot auf einer Unterseite einen Kopierschutzknacker zum Download an.
Die Musikindustrie hatte argumentiert, dass es dem Verlag bei der Link-Setzung nicht um Wissensvermittlung gegangen sei, sondern darum, dem Leser den Zugang zu rechtswidrigen Inhalten zu erleichtern. Der Verlag hielt dagegen, dass die Verlinkung im Netz zum journalistischen Handwerk gehöre.
„Das ist ein klares Signal für die Pressefreiheit“, kommentierte Christian Persson, Chefredakteur von „heise online“, am Freitag die Entscheidung.
(dpa)
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