In der Mergelgrube: Zwei Fossiliensammler bei der Suche.
Hannover. Selten entdecken die Sammler auch mal einen Haizahn oder eine Muschel. Im Niedersächsischen Landesmuseum sind etliche Funde ausgestellt. Leider würden durch das Ausbaggern in den Gruben vor allem größere Fossilien zerstört. Die Firma HeidelbergCement als Betreiber fördert dort Mergel, der hauptsächlich aus Tonmineralien besteht.
„Von Anfang März bis Ende Oktober gibt es eine Saison für Sammler - an jedem Wochenende und an den Feiertagen“, erklärt Klaus Schreiber von HeidelbergCement. Interessenten müssen sich anmelden und erhalten dann eine Genehmigung. Rund 20 Menschen dürften pro Tag in die Gruben. Mit kleinen Hammern ausgerüstet, klopfen die Sammler äußerst vorsichtig das Gestein aus der Wand, suchen nach den Überresten der Kreidezeit. In der Woche geht es allerdings weniger vorsichtig zu:
Dann baut das Unternehmen dort Mergel ab. „Früher gab es in den Gruben Lochsprengungen, da konnte man natürlich besser erkennen, wenn sich Fossilien im Gestein verbergen“, sagt Schreiber. Heute werde der Mergel mit dem Bagger abgebaut, da gehe schon einiges verloren.
Dennoch ist der Fossilienreichtum in der Region Hannover immens. „Wir haben großes Glück mit den beiden Gruben, deshalb gibt es auch einen riesigen Zulauf“, sagt Frerichs. Die Sammler kämen aus ganz Deutschland und sogar aus den europäischen Nachbarländern. Und manchmal finden die Paläontologen dort auch ganz erstaunliche Fossilien: „Vor zwei Jahren haben wir sogar Zähne und Knochen von Sauriern entdeckt“, berichtet Frerichs. dpa
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