DIE MACHER: Architekt Wolfgang Gemba (rechts) und Gärtner Martin Bode.
Unter einem Blätterdach ist dort ein Ort der Einkehr für die 300 Bewohner und 500 Tagesgäste entstanden.
Um ein Metallgerüst wurden von freiwilligen Helfern unter Leitung von Gärtner Martin Bode 3000 Weidenruten geflochten. Den Bauplan entwarf Architekt Wolfgang Gemba, der breits im Kreis Peine eine ähnliche Kirche erbaut hatte. Immer Samstags kamen seit der Grundsteinlegung vor einem Jahr etwa 25 Freiwillige, um mitzuhelfen. Auch 96-Chef Martin Kind packte an und brachte viele Helfer mit. Bode selbst hat geschätzte 900 Stunden seiner Freizeit für die Kirche geopfert. Doch es hat sich gelohnt: „Da drin zu sein ist einfach ein unglaubliches Gefühl. Ganz anders als in einem festen Bau.“
Die Weidenbögen solle aber nicht nur Dekoration sein, stellte Achim Balkhoff, Sprecher der Diakonischen Dienst, klar: „Das ist eine echte Kirche, mit allen Aufgaben.“ Regelmäßige Gottesdienste sind geplant, auch Trauungen sind denkbar.
Etwa 80 Jahre alt werden Weiden im Durchschnitt, solange wird die Kirche weiterwachsen. „Mich wird diese Kirche überleben“, sagte Gärtner Bode. Schon bald können die Triebe miteinander verflochten werden, das Dach wird so immer dichter. „Diese Kirche ist nicht fertig, und sie wird auch nie fertig. Sie muss lebendig sein“, so Pastor Hartlieb in seiner Predigt. gw
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