Gelb oder grau? Die Grafik zeigt, wie das Schloss aussehen könnte.
Hannover.
Im Gespräch mit der NP forderten viele Politiker, Prominente und Gartenkenner, am eingeführten „Herrenhausen-Gelb“ festzuhalten. Auch Orangerie und Galeriegebäude sind so gestrichen. Prinz Heinrich von Hannover
erinnerte an das Mitspracherecht seiner Familie beim Schloss-Neubau: „Das Haus Hannover wünscht Gelb“, sagte der Verleger der NP.
Die Farbe sei freundlich, „ich fände es schade, wenn das Schloss sich von der Umgebung absondert“. Bauhistoriker Sid Auffarth ist ebenfalls für Gelb: „Mit Herrenhausen verbindet man Gelb – Grau haben wir in der Stadt genug.“ Der Direktor des Wilhelm-Busch-Museums, Hans Joachim Neyer, dessen Haus auch die typische Herrenhausen-Farbe trägt, könnte dagegen auch mit Grau leben. Neyer: „Grau ist edler – und historisch ist das Tagungsgebäude ja sowieso nicht.“ Zur Förderung der Gartenanlage hat sich jetzt beim Verein Freunde der Herrenhäuser Gärten ein prominentes Kuratorium gebildet.
Eine Sprecherin der Stadtverwaltung wollte am Donnerstag nicht sagen, ob die Stadt eine Farbe bevorzugt. Letztlich liegt die Entscheidung wohl bei der Volkswagen-Stiftung, die das Schloss für 20 Millionen Euro baut. Gartenexperte Joachim Wolschke-Bulmahn sagte gestern,
beim Schlossneubau spiele für ihn persönlich die Ursprungsfarbe keine entscheidende Rolle mehr: „Es muss nicht original sein, es muss sich an den umliegenden Gebäuden orientieren.“ wig
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