Bei Alkoholtestkäufen in Hannover sind die meisten Jugendlichen an harte Getränke gekommen.
Von Britta Lüers
Hannover. Das Testergebnis ist erschreckend und alarmierend zugleich. In fast 78 Prozent aller Fälle erhielten jugendliche Testkäufer hochprozentigen Alkohol. „Das ist das schlechteste Ergebnis seit Beginn der Testkäufe im Oktober 2008“, sagte Polizeisprecher Thorsten Schiewe.
Eine Erklärung dafür hat die Behörde nicht. In den vergangenen Monaten hatte sich ein positiver Trend abgezeichnet. Im Dezember hatten noch lediglich 43,9 Prozent der Geschäfte Hochprozentiges verkauft (NP berichtete) – erstmals lag die Quote damit unter 50 Prozent. Nun der Absturz.
Zusammen mit Stadt und Bundespolizei hatte die Polizeidirektion am Freitag den jüngsten Test gewagt: Insgesamt zwei Teams, bestehend aus je zwei bis drei 16 bis 17 Jahre alten Bundespolizeianwärtern sowie Polizisten waren im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Erstmals seien auch Geschäfte im Hauptbahnhof überprüft worden. Allein im Januar hatte die Bundespolizei rund 40 betrunkene Jugendliche am Bahnhof aufgegriffen und sie zum eigenen Schutz in Gewahrsam genommen.
In sechseinhalb Stunden stellten die Testkäufer 27 Kioske, Supermärkte und Tankstellen auf die Jugendschutz-Probe. Dabei erhielten die Minderjährigen in 21 Geschäften problemlos harten Alkohol. Lediglich vier Kiosk- und zwei Supermarkt-Angestellte hielten sich an das Gesetz. Gegen alle Alkohol-Sünder wurden bereits Bußgeldverfahren eingeleitet. Selbst die Tester zeigten sich erstaunt: „Ich hätte nie gedacht, dass man so leicht an Hochprozentiges kommt“, sagte einer von ihnen.
Polizei-Vize-Präsident Rainer Langer zeigte sich besorgt. Die Vielzahl der Verstöße zeige, wie wichtig eine Fortführung der Testkäufe ist: „Wir lassen uns daher von diesem Ergebnis nicht entmutigen, sondern machen weiter und versuchen, die Situation nachhaltig zu verbessern.“
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Kommentare
Alkohol Susi – 15.02.10
Zu Risiken oder Nebenwirkungen fragt euren Arzt oder Apotheker.Die verdienen am Nachgang.
Prost.
alkohol schnapsbrennereibanan – 14.02.10
Die Bundesregierung soltte mal veröffentlichen wieviele Milliarden euro eingenommen werden nur durch die alkohol Steuern.ich glaube alle weitere Fragen beantworten sich dann von selbst
EINE KUH DIE GUT MILCH GIBT SCHLACHTET MAN NICHT
Solange Saufen cool ist, ändert sich gar nichts! Hiob – 14.02.10
Die ganze Diskussion über das Komasaufen bei Jugendlichenist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Die Testkäufe
sind zwar ein netter Versuch, doktern aber nur an den
Symptomen herum.
Solange junge, coole Leute wie z. Bsp. in der Becks Werbung
suggerieren, man ist nur wer mit der Kanne in der Hand und
Spaß gibt es ohne schon mal gar nicht, braucht doch niemand
zu glauben, dass sich an diesem Problem etwas ändern würde.
Tabakwerbung im TV ist seit über 30 Jahren verboten, Reklame
für Suff geht immer und überall, ohne Beschränkungen, nicht
mal ein Hinweis auf einer Pulle Hochprozentigem auf gesund-
heitliche Gefahren.
Wer bitteschön soll da noch glauben, dass man diesem Problem
ernsthaft würde.
Solange Saufen cool ist, ändert sich gar nichts! Hiob – 14.02.10
Die ganze Diskussion über das Komasaufen bei Jugendlichenist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Die Testkäufe
sind zwar ein netter Versuch, doktern aber nur an den
Symptomen herum.
Solange junge, coole Leute wie z. Bsp. in der Becks Werbung
suggerieren, man ist nur wer mit der Kanne in der Hand und
Spaß gibt es ohne schon mal gar nicht, braucht doch niemand
zu glauben, dass sich an diesem Problem etwas ändern würde.
Tabakwerbung im TV ist seit über 30 Jahren verboten, Reklame
für Suff geht immer und überall, ohne Beschränkungen, nicht
mal ein Hinweis auf einer Pulle Hochprozentigem auf gesund-
heitliche Gefahren.
Wer bitteschön soll da noch glauben, dass man diesem Problem
ernsthaft würde.