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Linden-Süd

Endlich boomt das Hanomag-Gelände

Lange Zeit eine hässliche Brache, jetzt Objekt für Begehrlichkeiten: Das Hanomag-Gelände in Linden-Süd boomt. Neue Mieter sind schon in Sicht.
Noch stehen auf dem Hanomag-Gelände 10.000 Quadratmeter der alten U-Boot-Halle leer. Aber neue Mieter sind in Sicht.

Noch stehen auf dem Hanomag-Gelände 10.000 Quadratmeter der alten U-Boot-Halle leer. Aber neue Mieter sind in Sicht.

© Decker

Von Vera König

Hannover. 90 Millionen Euro will Alfons Doblinger, Chef der Dibag AG und milliardenschwerer Projektentwickler, in die Revitalisierung des Hanomag-Geländes stecken. 19 Jahre nach dem Kauf des riesigen alten Industriebaus kann er belegen, dass Ausdauer sich lohnt: Hanomag ist gefragt. Nach der Telekom, Zweirad-Stadler und Windwärts werden wohl in Kürze neue Mieter einziehen.

Dibag-Vorstand Wolfgang Kasper berichtete der NP, derzeit seien 35 der 90 Millionen Euro investiert und 1000 neue Jobs an dem Standort entstanden. 20 Millionen Euro sind für das Service-Center von Mr. Wash im Süden vorgesehen. Neben der U-Boot-Halle, zur Hälfte genutzt von Zweirad-Stadler, ist der große Auto-Servicebetrieb mit Tankstelle geplant. Knapp 80 Vollzeit- und bis zu 50 Teilzeitkräfte will der Familienbetrieb beschäftigen, der schon an 30 Standorten in Deutschland präsent ist.

„Der Bauantrag läuft. Wir hoffen, dass die Arbeiten im Herbst beginnen“, sagt Kasper. Noch in diesem Jahr rechnet er auch damit, dass die leerstehende Hälfte der U-Boot-Halle einen Mieter findet. Die Stadt komme in der Empfehlung für ein Einzelhandelsgutachten – das den Rat noch beschäftigen wird – zu dem Schluss, die Fläche eigne sich für einen Fachmarktstandort. „Es gibt eine Reihe von Anfragen“, so der Dibag-Mann. Natürlich dürfe das Angebot nicht den Einzelhandel in der City stören: „Möbel wären eine Option.“

Als Nachbar der Windwärts Energie GmbH, die einen 3000 Quadratmeter großen Bürokomplex neben dem Servicecenter der Deutschen Telekom beziehen wird, sind 4000 Quadratmeter fast vergeben. „Die Verhandlungen laufen“, so Kasper. Dienstleistungen rund ums Büro wolle der neue Mieter bieten.

„Es geht Stück für Stück weiter“ ist das optimistische Fazit der Dibag. „Die Wurzeln der Vergangenheit an diesem Standort sind sehr tief“, hatte ihr Chef, Alfons Doblinger, im Interview mit der NP festgestellt.

Umso mehr freut ihn, dass sich für einen besonders geschichtsträchtigen Ort eine neue Nutzung abzeichnet: Der Ernst-Winter-Saal, der über der Hanomag-Toreinfahrt 1 liegt, soll wahrscheinlich als Casino genutzt werden. Dort, wo Kurt Schumacher 1946 die SPD zum Wiedergründungsparteitag begrüßte, werden künftig die 870 Mitarbeiter der Deutsche Telekom Kundenservice GmbH speisen.


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  • Hanomag/Conti Limmer Herr Siebert – 31.07.10
    Sehr sehr schade das mann solch eine Revitalisierung auf dem Conti Limmer Gelände verpasst hat. Schauen wir nur in den tiefen Westen wo solche Lost Areas bereits als Kulturdenkmäler längst etabliert sind. Dieses Gelände ist Hannover Tradition pur gewesen. Wir hoffen die Stadtväter haben jetzt wenigstens ein einsehen mit den alten Kanalhäusern des Ehemaligen Conti Gelände Limmer.
  • Hanomag-Villa Ex-Besetzer_in – 29.07.10
    Wenn soviele teile des Geländes jetzt saniert und genutzt werden bleibt die Frage offen was mit der schicken, wenn auch etwas verfallenen, alten Fabrikantenvilla auf dem Gelände geschehen soll. Nachdem sie nun schon 2 mal, innerhalb der letzten 13 Jahre, besetzt wurde um sie einer sinnvollen Nutzung als Kultur- und Jugendzentrum zu zuführen steht sie heute wieder leer und schimmelt weiter vor sich hin. Wenn Hausbesitzer_innen mit ihren Häusern nichts anstellen, sind sie meines erachtens nach verpflichtet die Häuser den jenigen zuüberlassen die sie nutzen wollen. Schließlich ist der ureigene Zweck eines Hauses bewohnt und/oder genutzt zu werden. Wer das nicht einsieht sollte enteignet werden!
  • Conti Briddo – 29.07.10
    Schade dass man nichts aus der Conti gemacht hat...
  • sehr objektiv Anwohner – 28.07.10
    lange Zeit eine hässliche Brache?
    Wieso hässlich?
    Oder emfinden Sie alle Brachen automatisch als hässlich!?
    Ästhetik liegt glücklicherweise im Auge des Betrachters.
    Ich empfand die brachliegenden bzw. bereits zerstörten Teile des Geländes jedenfalls deutlich schöner als den heutigen Baumarktsektor.
    Ob die aktuellen Baumaßnahmen das Gelände optisch schöner machen, bleibt übrigens auch noch abzuwarten.
    Das sie wirtschaftlich und stadtpoltisch sinnvoll erscheinen will ich dabei gar nicht absprechen.

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