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Wirtschaftskrise

Deutsche Messe schreibt rote Zahlen

Die Deutsche Messe AG in Hannover hat im vergangenen Jahr Verluste gemacht und erwartet auch für 2009 angesichts der Wirtschaftskrise keine Rückkehr in die Gewinnzone.

Das Jahresergebnis weise erwartungsgemäß einen Fehlbetrag von 14,4 Millionen Euro aus, nach 2,6 Millionen Euro Gewinn im Jahr zuvor, teilte die Gesellschaft am Mittwoch in Hannover mit. Der Umsatz sank wegen der turnusbedingt geringeren Zahl der Messen von 285,5 Millionen auf 241,8 Millionen Euro.

Finanzvorstand Stephan Kühne sagte, angesichts der schwierigen Bedingungen sei das Jahresergebnis 2008 dennoch zufriedenstellend. „Wir haben besser abgeschnitten als zunächst vermutet.“ Die Messe AG müsse auch weiterhin mit einer Mischung aus strenger Kostendisziplin und dynamischem Wachstum durch schwieriges Fahrwasser gesteuert werden. Mit Investitionen von 17,5 Millionen Euro (2007: 8,8 Mio. Euro) seien bereits wichtige Grundlagen für weiteres Wachstum gelegt worden.

Messechef Wolfram von Fritsch erwartet allerdings auch für 2009 erneut Verluste. Dennoch hätten die Messen in der Wirtschaftskrise ihre Funktion als Marktplatz, Innovationsplattform und Impulsgeber bislang bewiesen. „Die Firmen passen ihren Auftritt an, aber sie kommen, weil sie von der Effizienz des Messeauftritts überzeugt sind.“ Während die weltweit wichtigste Industrie-Schau, die Hannover Messe, in diesem Jahr erneut gut ausgelastet und besucht war, musste die bedeutende Computermesse CeBIT herbe Rückschläge hinnehmen.

Insgesamt richtete die Deutsche Messe AG 2008 weltweit 106 Messen und Veranstaltungen aus, 60 davon im Inland. Während das Inlandsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr turnusbedingt rückläufig war, legte das Auslandsgeschäft in wichtigen Bereichen zu, hieß es. Damit stieg auch der Anteil des Auslandsgeschäfts am Umsatz des Konzerns von 12,2 auf 17,3 Prozent.

Neuer Chefkontrolleur der Messe AG istHannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD), den der Aufsichtsrat am Mittwoch zum Nachfolger des ehemaligen niedersächsischen Wirtschaftsministers Walter Hirche (FDP) bestellte, der aus dem Gremium ausschied. An seiner Stelle vertritt künftig der neue Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) die Interessen des Landes neben Finanzminister Hartmut Möllring und Justizminister Bernd Busemann (beide CDU). Der Vorsitz im Aufsichtsrat wechselt alle fünf Jahre zwischen einem Vertreter der Stadt Hannover und einem Vertreter des Landes. lni


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