Geocaching ist eigentlich ein harmloses Spiel - so lange niemand eine Bombenattrappe versteckt.
Hemmingen. Jemand hatte einen verdrahteten Plastikbehälter, den "Schatz" der elektronischen Schnitzeljagd, in einem Kanalschacht am Rathausplatz versteckt. Ein Taxifahrer hat das gesehen und war misstrauisch geworden. Der 42-Jährige verständigte daraufhin die Polizei. Als die Beamten den Plastikbehälter, in dem sie unter anderem einen Wecker und Drähte fanden, entdeckten, sperrten die Ermittler den Fundort vorsichtshalber in einem Umkreis von etwa 35 Metern ab. Erst bei näherer Betrachtung des Behälters entdeckten die Polizisten dann einen Aufkleber, der auf eine „elektronische Schnitzeljagd“, das sogenannte „Geocaching“, hinwies. Die Sperrung wurde daraufhin wieder aufgehoben.
Beim „Geocaching“ handelt es sich um eine moderne Form einer Schnitzeljagd. Ausgestattet mit einem GPS-Empfänger und den Koordinaten kann man die Schätze finden, die jemand anderes an teilweise ungewöhnlichen Plätzen versteckt hat. Eine eigene Internetseite bietet den Hobby-Schatzsuchern dabei unter anderem Informationen über vorhandene Verstecke.
Grundsätzlich bestehen - aus polizeilicher Sicht - keinerlei Bedenken gegen diese Freizeitbeschäftigung. Jedoch weisen die Ermittler darauf hin, dass Mitspieler ihre Verstecke mit Bedacht auswählen sollten. Insbesondere müssen sie sich immer an geltende Gesetze halten und auch Privatgrundstücke meiden. Die Polizeidirektion Hannover prüft derzeit, ob dem 26 Jahre alten Verursacher die Kosten des Einsatzes in Hemmingen auferlegt werden können.
Kommentare
Es ist Schade... S.L. – 06.01.10
... das ein Hobby leider durch einige Wenige so (schnell) einen schlechten Ruf bekommen hat. Aus Erfahrung kann ich sagen, es wird wieder ruhiger werden. Als ich vor 18 Jahren ein Mountainbiker der 1. Stunde war, war ich fast so angesehen wie ein Schwerverbrecher. Und die Medien, die über nichts anderes zu berichten hatten, haben uns damals auch ganz schön auseinander genommen.Ich persönlich halte nichts von Caches die an solchen Oten deponiert werden, zumal ich nicht wüsste was man da auf dem tristen Rathausplatz will ausser einen Statistikpunkt zu bekommen.
LG Stephan Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Berichterstattung Markus Gründel – 05.01.10
So, oben heißt es, dass es eine Dose mit Wecker und Draht drin gewesen wäre - eben so wie ein Geocache oft ausschaut (wasserdichte Dose)Nun schreibt aber einer vom anderen ab und man kann auf diversen Seiten von "verteilten Tüten", "Heraushängenden Kabeln", "angebrachtem Wecker" und, und , und lesen!
Erinnert mich irgendwie an die Sachen mit der Mücke und dem Elefanten und auch an eine Hexenjagd...
Ich würde mir in erster Linie mal eine saubere Berichterstattung wünschen!!!
(Leider habe ich diesen Cache nicht mehr heben können, um mir selbst ein Urteil bilden zu können)
Jedenfalls werden so die werten Bürger und Bürgerinnen arg verunsichert im Bezug auf das Geocachen - was im Übrigen schon seit fast 10 Jahren "im Verborgenen" betrieben wird!
Erst seit die Medien auf unser Hobby aufmerksam geworden ist, häufen sich derartige Berichte - die leider nicht immer sachlich richtig sind oder extrem viel Platz für Spekulationen lassen, was diese Kommentare ja nur zeigen!
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Rechtschreibfehler löschen? Leser – 05.01.10
Nee, nur Linksschreibfehler ;-) Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenDanke ML – 05.01.10
Als ich diesen Artikel gelesen habe war mein erster Gedanke: Hoffentlich verknackt man den Cacheowner zu einer saftigen Strafe, damit er wenigstens hinterher über sein fragliches Tun mal nachdenkt und andere Cacher mit ähnlichen tollen Ideen (wer traut sich mal eine Munbox in einer Tasche an einem ICE-Bahnhof zu deponieren?) abgeschreckt werden. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenGeocaching anonym – 05.01.10
Mehr Infos gibt es unter www.geocaching.com oder bei Wikipedia, da wird unser Hobby recht detailiert erklärt ;-)Da kann es durchaus sein, dass wir auch mal durch Schächte krabbeln, ist aber nicht die Regel. Es gibt ziemlich eindeutige Guides, so dass caches nur an legalen Plätzen versteckt werden dürfen ;-) Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Fehlalarm Michael – 05.01.10
Kann mir einer dieses Geocaching erklären? Klettert man dabei in Kanalschächten herum? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenTolle Idee für Terroristen und naive Polizisten Hans W. – 05.01.10
Wer den Artikel liest, könnte meinen, die Polizei habe die "Atrappe" für unbedenklich befunden, nachdem sie den Geocaching-Aufkleber entdeckte. Der nächste Terrorist klebt auf sein Semtex-Päckchen auch einen Geocaching-Aufkleber... prost Mahlzeit! Für mich sieht das heutzutage immer noch nach "Vortäuschen einer Straftat" im Sinne des Deponierens eines Sprengsatzes aus und hätte mindestens die Rechnungsstellung der Einsatzkosten zur Folge. Ein einfacher wasserdichter Kasten mit entsprechendem Aufkleber hätte es doch auch getan... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKorrigiert? Maik H, – 05.01.10
Na klar, warum soll man die Kommentare, die nach der Korrektur des Fehlers völlig aus dem Kontext gerissen sind nicht löschen? Damit jeder lesen kann, dass da mal ein Fehler war?Das hier ist eine Internetseite, keine Klassenarbeit in Deutsch! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Anregung an die Redaktion Leserin – 04.01.10
Liebe Redaktion!Ich verstehe aber wäre es nicht für alle Leser/Innen motivierender, wenn Sie statt einen Kommentar zu löschen, einen eigenen einstellen mit dem dankbaren Hinweis auf die Korrektur?
So geht es im HAZ Bereich.
Und das ist gut so
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Rechtschreibfehler DIE REDAKTION – 04.01.10
Liebe Leserin, der Rechtschreibfehler wurde nach ihrem Hinweis korrigiert. Danach löschen wir den entsprechenden Kommentar - alles andere würde bei den Lesern Verwirrung stiften, wie wir in der Vergangenheit feststellen mussten. Viele Grüße, Ihre Redaktion. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenRechtschreibung Leserin – 04.01.10
Werden kommentare von der NP immer gelöscht, wenn sie auf Rechtschreibfehler hinweisen??:-(( Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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