Käfer-Treffen auf dem Messegelände in Hannover
VON GARMIN WENDT
Mehr als 3500 luftgekühlte VW-Käfer aus ganz Deutschland und etwa 5000 weitere Nostalgieautos trafen sich am Sonntag zum jährlichen Mai-Käfer-Treffen auf dem Messegelände. Hier wurde geschaut, verglichen und eingekauft – oder einfach nur das eigene Autojuwel stolz vorgezeigt. So ein großes Publikum findet man schließlich selten: Etwa 18 000 Besucher zählte Veranstalter Henry Hackerott.
Thomas Herden aus Münster trat mit seinem Käfer auf der Show‘n‘Shine-Bühne in der Kategorie Sonderaufbauten für den Pokal an. Markise, Dachgepäckträger und Koffer hat er selbst gebastelt und in den letzten 22 Jahren aufgerüstet. Wie viel Geld er in sein Hobby steckt, wusste er nicht. „Das möchte ich auch gar nicht wissen“, sagte der 42-Jährige. Bis zum nächsten Jahr wird er noch einen Einradanhänger bauen. Auch damit wird er sein Gesamtkunstwerk nicht abschließen: „Der ist nie fertig.“
Eine echte Rarität hatte Clemens Eichberg (43) aus Berlin mitgebracht: Einen von nur zehn originalen Einradanhängern, die es in Deutschland gibt. „Da sind wir durch Glück dran gekommen“, erzählt er. Als Geschenk hat er dann noch einen kleinen Tretkäfer bekommen, den er auf dem seltenen Anhänger überallhin mitnehmen kann.
Nebenan wird noch schnell eine neue Zündverteilerkappe installiert: „Das musste unbedingt jetzt noch sein“, schmunzelte Anna Lena Kleikamp (22) aus Siegen über ihren Freund. Der orangene Käfer gehört ihr, aber ihr Freund Jan Müller (26) hat sie zum Kauf überredet. „Als ich die Farbe gesehen habe, war es um mich geschehen“, Gut, dass er sich mit dem Motor so gut auskennt und hilft, den Wagen in Schuss zu halten.
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