Engagiert: Horst Ehlers (60) ist Vorsitzender des Bürgervereins Badenstedt.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Badenstedt?
Der liegt am Benther Berg – da gibt es eine kleine Wiese, von der man über die ganze Stadt schauen kann. Mein zweiter Lieblingsplatz ist mein Garten. Da schaue ich meinen Bienen bei der Arbeit zu.
Badenstedt in drei Sätzen: Wie würden die lauten?
Die wichtigsten Vorzüge Badenstedts sind die Nähe zur Innenstadt und zu intakter Natur, zum Beispiel dem Fösse-Grünzug oder dem Benther Berg. Außerdem gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten. Und die Vereine bieten den Menschen viele gute Chancen, Gemeinschaften zu bilden.
Was steht im Bürgerverein im Vordergrund: die Gemeinschaft oder die Projekte?
Die Gemeinschaft im Bürgerverein ist sehr gut, vor allem die älteren Mitglieder plaudern viel und gerne. Als Vorsitzender ist es manchmal nicht einfach, die Tagesordnung einzuhalten. Zurzeit fordern wir eine lückenlose Radweg-Strecke vom Marktplatz bis zur Hermann-Ehlers-Allee. Am wichtigsten ist uns die Verschönerung des Marktplatzes. Wir befürworten einen Brunnen, dessen Gestaltung die Historie Badenstedts berücksichtigt.
Wie soll er aussehen?
Denkbar wäre das Thema Salzabbau Ende des 19. Jahrhunderts. Oder Ernst Körting, der die Dampfstrahlpumpe erfunden hat. Am Herzen liegt uns auch ein Freundschaftshain, in dem Einwohner Bäume pflanzen können.
Auch der Freundschaftshain in Davenstedt wurde von Ihrem Bürgerverein initiiert ...
Nicht umsonst heißt der Verein „Badenstedt und Umgebung“. Wir schauen auch über die Stadtteilgrenzen hinaus. Der Bürgerverein sieht sich in der Pflicht, seine Ziele bis nach Ahlem umzusetzen.
Was will der Verein damit erreichen?
Wir nehmen Anregungen auf, um die Stadtteile lebenswerter zu gestalten. Durch die Interessengemeinschaften werden auch neue Kontakte ermöglicht.
Was sollte hier noch verbessert werden?
Um die Gemeinschaft dauerhaft zu stärken, muss ein wichtiges Problem gelöst werden: Vor allem jüngere Badenstedter haben immer weniger Interesse, sich gemeinschaftlich zu engagieren. Das bereitet den Vereinen große Sorge.
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