Der Macher: Rolf Häcker (62) ist ein begeisterter Tüftler. Er hat die Fuchswerke in jahrelanger Arbeit neu gestaltet.
Die Begeisterung für sein Projekt, die Wiederbelebung der alten Fuchswerke, schwingt in seinen Worten auch zehn Jahre nach der Vollendung mit.
In jahrelanger Arbeit hat der Ingenieur das ehemalige Fabrikgelände der Brüder Carl und Victor Fuchs an der Empelder Straße saniert und zum Wohnort für eine bunte Mietergemeinschaft umgebaut. Einst wurden dort medizinische Geräte produziert, die Fuchswerke waren der größte Betrieb im Stadtteil und weltweit bekannt. 1993 stellten die Brüder Fuchs die Produktion in Badenstedt ein.
1994 hat Häcker die Fabrikbrache gekauft. Die Struktur des seit 1898 gewachsenen Werkes hat er wiederhergestellt – ein Besuch kommt einem Ausflug in die Industriegeschichte gleich. In den neuen Fuchswerken sind Relikte aus alten Tagen, darunter Türen, Lampen und OP-Schränke, zu entdecken. Besonders sehenswert: eine Stanze von 1912 und Aufzüge aus den Jahren 1936 und 1952. Häcker: „Die laufen wie damals und sind vom TÜV abgenommen.“
Neben Häckers Familie haben in den Fuchswerken auch Künstler, Tischlereien, Autowerkstätten, ein Fachbetrieb für Laserschneidtechnik und Computerfirmen, Design- und Fotostudios sowie ein Verein für Artistik und Jonglage eine Heimat gefunden.
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