Vergangenheit: Das Mädchenhaus der Israelitischen Gartenschule an der Heisterbergallee.
Das Gelände an der Heisterbergallee beheimatete ursprünglich die 1893 vom jüdischen Bankier Moritz Simon gegründete Israelitische Gartenbauschule. „Hier wurden jüdische Kinder auf eine nicht-jüdische-Welt vorbereitet“, sagt Stefanie Burmeister von der Region Hannover. Jungen lernten Gärtner, Mädchen Hauswirtschaft. 1942 wurde sie wie alle jüdischen Schulen geschlossen.
Danach dienten die Gebäude als Sammelstelle für Judentransporte aus Hildesheim und Hannover. Von Ahlem aus 2400 Menschen nach Riga, Theresienstadt, Warschau und Auschwitz deportiert. Im Oktober 1943 übernahm die Gestapo das Direktorenhaus der Schule für ihre berüchtigte „Ausländerabteilung“ und richtete wenig später ein „Polizeiersatzgefängnis“ ein. In der Kriegsendphase wurde aus der Laubhütte der Gartenbauschule eine Hinrichtungsstätte.
Heute sind neben der Gedenkstätte Landwirtschaftskammer und Justus-von-Liebig-Schule. Im Keller eines Schulgebäudes gibt es Dokumente aus der Zeit, Fotos und Schaubilder. Die Region plant, die Gedenkstätte auszubauen.
Die Gedenkstätte ist jeden dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
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