Andreas Wienecke (48) investierte 20 Mio. Euro in die alte Brauereigasstätte.
Weshalb haben Sie eigentlich so viel Geld in Wülfel investiert?
Für mich stand fest: Ich wollte selbstständig sein, aber nicht mit 60 noch am Zapfhahn stehen müssen. Die Brauereigaststätten boten für meine Pläne die besten Entwicklungschancen.
Warum genau?
Weil die Lage ideal ist. Die Nähe zur Messe, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr – das alles sprach und spricht für Wülfel.
Wie ist Ihr Verhältnis zum Stadtteil?
Sehr harmonisch. Ich schätze besonders die Leineauen. Auch wir setzen auf den ökologischen Effekt. Viele Gäste nutzen etwa die Gelegenheit, um im Landschaftsschutzgebiet Rad zu fahren oder bei Seminaren im Freien den Teamgeist zu wecken.
Selbst wohnen Sie aber nicht hier?
Nein, ich wohne mit meiner Familie in Davenstedt. Nach Feierabend muss man abschalten können. Das geht nicht, wenn man dort wohnt, wo man arbeitet.
Zumal direkt vor Ihrem Hotel derzeit eine große Baustelle ist.
Das ist natürlich eine Katastrophe für den Umsatz. Weil die Straße gesperrt ist, kommt man schwer zum Hotel, wenn man sich hier nicht auskennt. Wir befürworten natürlich den Hochbahnsteig, an dem hier gebaut wird. Ärgerlich ist nur, dass wir davon aus der Zeitung erfahren mussten.
Wie glauben Sie, wie wird sich Wülfel entwickeln?
Der Stadtteil hat sich bereits hervorragend entwickelt. Es ist schon viel dazugekommen, etwa das Autohaus von Peugeot oder der neue Gewerbepark – damit ist alles viel schöner geworden.
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