Ort der Ruhe: Der Stadtfriedhof Seelhorst lohnt sich wegen der markanten Alleen auch für einen Spaziergang.
Auf Holzstelen am Zugang stehen die Namen der dort Beigesetzten. Die Angehörigen wissen – anders als bei einer anonymen Beisetzung –, wo die Urnen ihrer Lieben ruhen.
Der Friedwald liegt an der östlichen Grenze des Friedhofs. Der besticht durcht seine streng symmetrische Anlage (die dem Barock nachempfunden ist) und Bauten aus der expressionistischen Künstlerbewegung, die in den 20er Jahren etwas völlig Neues darstellten. Der Seelhorster Friedhof wurde 1919 angelegt. Durch die Eingemeindung der Stadtteile Döhren und Wülfel war damals ein weiterer Friedhof im Süden der Stadt erforderlich. In die Planung bezog man den Bau eines Krematoriums ein.
Die Planung stammte vom Stadtgartendirektor Hermann Kube, der sich an architektonischenGärten orientierte. Die Lindenallee am Eingang Hoher Weg beispielsweise richtete sich nach den Abmessungen der Mausoleumsallee im Berggarten.
Den Grundriss bildet ein Achsenkreuz. Dazu gehört ein Wasserbecken, das von Hecken und Kastenlinden eingefasst wird. Der Haupteingang liegt an der Garkenburgstraße.
Anlieger der kleinen Straße in Maschseenähe und der Bezirksrat Döhren-Wülfel äußern Kritik am Verfahren - daraufhin zieht die Verwaltung ihre eigene Vorlage zurück. mehr