Heimatdichter: Hermann Löns schwärmte für die Natur.
Von 1892 bis 1906 und von 1909 bis 1914 lebte und arbeitete er in Hannover – unter anderem beim „Hannoverschen Anzeiger“ (Vorläufer der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“).
Seine Wanderungen führten durch die Seelhorst. 1852 hatte Werner vom Grävemeyer am Waldhaus ein Jagdhaus errichtet, das zwei Jahre später in eine Gastwirtschaft umgewandelt wurde. In das heutige „Alte Jagdhaus“ (früher Waldwirtschaft Seelhorst) kehrte Löns regelmäßig ein.
Im „Sommersonntag“ beschreibt es der Dichter: „Wie oft hatte mir das weiße Haus gewinkt aus dem dunklen Wald. Immer wollte ich hin. Nun bin ich froh, dass ich wieder einmal bei ihr bin, bei meiner stillen Seelhorst, wo ich so viele wunderschöne, stille und lustige Stunden verlebt hatte. Stille Stunden auf heimlicher Bank bei Vogelgesang und Fliegengeschwirr, bei Blätterrauschen und Grasgeflüster, noch stillere auf dem Baumstumpf im Unterholz, die Büchse auf den Knien, und laute, frohe Stunden bei grünen Flaschen und blanken Gläsern, bei Jagdtoasten und Trinksprüchen.“
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