Massen in den Hallen: Zur CeBIT kamen 2009 etwa 400 000 Besucher - sie ist die weltweit größte Messe für Informationstechnik.
Es ist internationaler Marktplatz, Treffpunkt der größten Industrieunternehmen und ihrer Zulieferindustrien.
Wo es heute vor allem um Kommunikation (CeBIT) und Industrieaufträge (Hannover-Messe) sowie das Wachsen und Werden von Verbraucherausstellungen (Infa) geht, stand am Anfang ein genialer unternehmerischer Coup der damaligen britischen Besatzer: Nach einem verheerenden Krieg sollte das Signum „Made in Germany“ zügig wieder einen positiven Klang erhalten.
Gegründet wurde die erste Industrieschau noch in Laatzen, später kaufte die Stadt Hannover das Areal aber auf. Heute ist sie zusammen mit dem Land Niedersachsen je zur Hälfte Eigentümer des Unternehmens.
Der Erfolg klappte auf Anhieb schon zur ersten Hannover-Messe am 13. August 1947 mit 38 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und einem Besucheransturm, der nur durch Privatunterkünfte beherrschbar war. Die bundesweit einmalige Messemutti war geboren.
Längst sind internationale Leitmessen automatisch auch das Markenzeichen Hannovers in den Metropolen dieser Welt: Von Schanghai bis New York, von Moskau über São Paulo bis Sidney ist die Unternehmenstochter mit Repräsentanzen oder Büros heute in mehr als 100 Ländern gleichzeitig auch Botschafterin der Landeshauptstadt – unter anderem, weil in den Namen der acht weltweiten Messe-Tochtergesellschaften immer auch der Hannovers steckt.
In der aktuellen Krise bewährt sich die Stärke ihrer Konzepte. So sagt die Münchner Unternehmensberatung Roland Berger unter anderem Veranstaltungen wie Industrie-Messe oder CeBIT voraus, trotz aktueller Dämpfer vom internationalen Schrumpfungsprozess der Zahl hochkarätiger Messeplätze zu profitieren.
Nachrichten, die unter anderem dazu geführt haben, dass Hannover zur Eröffnung internationaler Messen auch immer Bühne für Staatschefs aus aller Welt ist. So war Indiens Premier Manmohan Singh ebenso da wie Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger.
Anlieger der kleinen Straße in Maschseenähe und der Bezirksrat Döhren-Wülfel äußern Kritik am Verfahren - daraufhin zieht die Verwaltung ihre eigene Vorlage zurück. mehr