Gipfelkreuz auf 118 Meter: Vom Kronsberg aus ist die Aussicht wunderbar.
Voller Lehm, denn das Gebiet besteht vor allem aus Kalkmergel. Verwildert ist er heute wahrlich nicht mehr – aber ein Juwel.
Wenn sie Kronsberg hören, denken viele Hannoveraner nur an die Neubausiedlung, die zur Expo entstand. Dass sich dahinter aber noch ein riesiges Landschaftsschutzgebiet befindet, das geradezu perfekt ist für Sportler aller Arten, wissen die wenigsten. Zum Glück, sagen die Bemeroder.
Egal, ob Jogger, Walker, Radler, Reiter oder einfach nur Spaziergänger: Die langen, angelegten Wege bieten auf vielen Kilometern alle Möglichkeiten für den Freizeitspaß. Durch eine Landschaft, die sich fast täglich irgendwie verändert und bei der es immer etwas Neues zu entdecken gibt.
Im Zuge der Bauarbeiten für den neuen Stadtteil sind rund 600 000 Kubikmeter Bodenaushub angefallen. Erde, die für das Schutzgebiet genutzt wurde. So entstanden zum Beispiel die beiden großen Aussichtshügel. Und ein Lärmschutzwall an der A7, der inzwischen begrünt und mit Wegen versehen ist.
Zudem wurden zur Weltausstellung 60 Hektar Wald aufgeforstet und Alleen mit mehr als 2000 Bäumen gepflanzt. Einige Flächen werden landwirtschaftlich genutzt. Und oft genug ist auch eine kleine Schafherde auf einer der zahllosen Rasenflächen unterwegs – dörfliches Idyll am Rand der Großstadt.
Perfekt ist das Gebiet vor allem für Radfahrer, die über den Berg Richtung Kanal fahren und von dort die Region erkunden können – der Kanal führt einen immer wieder zurück. Zudem sind viele Wege hervorragend beschildert – das Projekt „Grüner Ring“ der Region macht es möglich.
Der Kronsberg hat zu jeder Jahreszeit seine besonderen Reize: Im Herbst treffen sich Freunde des Drachensports auf der großen Wiese vor dem Aussichtshügel. Und im Winter? Ist die Kuhle nebenan Anlaufpunkt Nummer eins für alle Rodelfreunde.
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