Kontaktfreude: Elefantendame Indra begrüßt die Besucher im Dschungelpalast.
Vier Jahre später ist er Realität: Neben den Greifvögeln sind die beiden Braunbären Butz und Petz die große Attraktion, ein Geschenk von König Georg V. Eine Sensation sind damals die „Völkerschauen“: Menschen aus fremden Ländern werden dabei mit Tieren aus ihrer Heimat vorgestellt. Ab 1881 kommen die ersten Giganten: Elefantendame Marly, anschließend Flusspferdweibchen Jeko.
Nach dem Ersten Weltkrieg fehlt das Geld für Futter und Heizung: Von 34 Affen überlebt nur ein einziger. 1922 wird der Zoo geschlossen. Das ist aber nicht das Ende: Auf Initiative von engagierten Bürgern gründet die Stadt den Zoo mit einer Alfelder Tierhandelsfirma neu. Und investiert in eine Löwenschlucht, in ein Raubtierhaus und in einen Affenfelsen für Paviane. Dem Zwischenhoch folgt der Zweite Weltkrieg, der Zoo wird fast komplett zerstört.
Wieder ein Neubeginn: 1946 entstehen Häuser für Nashörner, Elefanten, Giraffen und Antilopen, die Robben- und Pinguinanlage. Und wieder ein Niedergang: Ab 1975 sinkt die Besucherzahl stetig, andere Freizeitparks machen dem Zoo Konkurrenz.
1994 wird der Zoo an den Kommunalverband verkauft, dessen Rechtsnachfolgerin ist heute die Region Hannover. Mit dem Konzept eines Erlebnis-Zoos geht es wieder bergauf: In Themenwelten wie Sambesi oder Dschungelpalast kann man mehr als 2000 Tiere erleben, die Kanada-Landschaft Yukon Bay kommt 2010 dazu. Kinder freuen sich in Mullewapp auf Helme-Heine-Figuren, Erwachsene im Restaurant Meyers Garten über sehr gute Küche. 247 Menschen haben beim Zoo einen Job gefunden.
Direktor Klaus-Michael Machens freut sich über die Entwicklung: „Seit Beginn des Umbaus 1994 ist die Besucherzahl um 92 Prozent auf 1,2 Millionen pro Jahr gestiegen.“
Am Sonnabendabend hat ein unbekannter Mann einer 71-jährigen Frau an der Schützenstraße in der List die Einkaufstasche entrissen und ist anschließend geflüchtet. Die Seniorin wurde dabei verletzt. mehr