Oststadt: das Lister-Meilen-Fest
Ein Kampf ums Überleben sei das damals gewesen, sagt er. Grund dafür war der U-Bahn-Bau.
Eine Riesen-Buddelei, die viele Kunden abgeschreckt habe, erzählt der Chef der Buchhandlung Leuenhagen & Paris und zugleich Sprecher der „Aktion Lister Meile“, die das Lister-Meile-Fest organisiert. „Aber“, wendet Eberitzsch ein, „der U-Bahn-Bau war Fluch und Segen zugleich.“ Denn durch die Arbeiten in der Tiefe wurde auch ein Umbau oberhalb notwendig. Und als 1972 aus der Alten Celler Heerstraße die Lister Meile wurde, fand ein Fest zu deren Einweihung statt, zwei Jahre später dann das erste sogenannte „Meilenfest“.
Seitdem ist die Fete eine Institution geworden: Es sind Tausende, die im Frühsommer das Dreitagesprogramm genießen, das vom Rockband-Auftritt bis zum Kinderkarussell reicht. Flanieren, schlemmen, Freunde treffen – 2009 kamen 280000 Besucher. Wie sich Eberitzsch den Erfolg des Festes erklärt? „Rund um die Meile wohnen zehntausende Menschen. Wenn es regnet, gehen sie halt schnell nach Hause. Und wenn es aufgehört hat, sind sie gleich wieder da.“
Am Sonnabendabend hat ein unbekannter Mann einer 71-jährigen Frau an der Schützenstraße in der List die Einkaufstasche entrissen und ist anschließend geflüchtet. Die Seniorin wurde dabei verletzt. mehr