Immer bei der Arbeit: Carmen Stadeler inmitten ihrer Gartenhexen.
Carmen Stadeler ist Vorsitzende des Kleingartenvereins Dauerkolonie Annateich e.V. – und damit Obergärtnerin der einzigen Laubenkolonie Hannovers, die unter Denkmalschutz steht. Mitte der 30er Jahre war diese Kolonie zeitgleich mit dem Hermann-Löns-Park geplant und 1938 eingeweiht worden. Sie ist damit eine der ältesten der Stadt.
„Rund 20 Ur-Lauben stehen noch heute“, berichtet Stadeler stolz. 1993 wurde die Kolonie unter Denkmalschutz gestellt – was sicherstellt, dass Neubauten nur im Stil der ursprünglichen Häuschen erfolgen dürfen. Auch das ist garantiert: Gärten bleiben Gärten und müssen nicht irgendwann den Baggern für ein Siedlungsgebiet weichen. Es gibt Menschen, die hier seit 50 Jahren ihre Laube haben. Carmen Stadeler ist seit 13 Jahren dabei. Aber mit großem Engagement: Jeden Tag von sieben Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit pflegt sie nicht nur ihre Pflanzen, sondern auch ihre zahllosen Figuren. Vor allem Hexen.
„Ich liebe Hexen“, bekennt sie. „Ich habe hier 91 Stück, im Augenblick.“ Aber auch andere Figuren zieren ihren Garten. Ein paar Zwerge, die sie ja eigentlich nicht so mag, die ihr aber geschenkt wurden und die sie genauso innig pflegt wie den Rest ihrer Keramik-Familie. Neben Hexen gilt ihre große Liebe den Vögeln, insbesondere den Gänsen. Vor Jahren hatte sie auch eine lebendige. „Mit Fridolin bin ich sogar, als ich noch in Langenhagen wohnte, immer mit der Stadtbahn hierher gefahren“, erinnert sich die „Gänsemutter“. Der Ganter ist mittlerweile 13 Jahre alt und lebt auf einem Bauernhof. Im Garten sei es nicht mehr gegangen, wegen einiger Kinder, die ihn immer geärgert hätten.
In einem kleinen Teich plätschern noch sechs Goldfische. „Das waren mal 20, die anderen haben die Kraniche geholt“, erzählt sie etwas traurig. Doch was solls: „Das ist halt die Natur.“ Es stört Carmen Stadeler auch nicht, wenn die Eichelhäher, Spechte und Stare, die sich regelmäßig in ihrem Garten tummeln, die Pflanzensaaten aufpicken. „Ich hab doch so viele Blumen hier, das ist nicht schlimm."
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Kommentare
Stimmt nicht Christian – 02.06.10
Kann mich meinem Vorredner nicht anschliessen, der Garten sieht putzig aus und man kann ihn sich gut ansehen. Überhaupt machen die Gärten allesamt einen uhrigen Eindruck, der Vorstand scheint menschlich zu sein und keine "stieselige" Menschenriege die wegen jeder Brennesel Briefe schreibt. Alles sehr schön und eine Vorzeigekolonie im wahrsten Sinne des Wortes.Garten R.Hiepler – 27.12.09
Diesen Garten habe ich mir einmal angesehen, das ist eine Zumutung und hat mit Garten nichts zu tun .Das ein Trauerspiel.
Da sieht jeder Autobahnrastplatz schöner aus.