Strich für Strich: Vladimir Magdic beim Zeichnen in seinem Atelier.
Hier, in einem kleinen Atelier, verbringt Vladimir Magdic (78) einen großen Teil seiner Freizeit. Und das meistens mit Radierungen. Oder mit dem Malen von Aquarellen. Klassische Kunst eben, die er manchmal auch ausstellt. Comics zeichnet er heute dagegen kaum noch. Wenn, dann nur „kleine Skizzen mit Unterschrift, für echte Fans und Sammler, die meine Adresse irgendwie im Internet aufstöbern“.
Dabei hatte Magdic früher mal in Deutschland den Status, wie ihn etwa Simpsons-Chefzeichner Bill Morrison heute besitzt – den eines begnadeten Illustrators und Trickfilm-Animateurs. Fix und Foxi, Tom und Klein-Biberherz, die ZDF-Mainzelmännchen – ihnen hat er mit seinen Stiften Leben eingehaucht, sie zum Laufen gebracht. Natürlich, erfunden habe er sie nicht, betont er. Aber: Magdic war für die Figuren so etwas wie ein Ziehvater. Jemand, der die Jugend von damals schon mit ein paar Strichen begeistern konnte.
In Groß-Buchholz lebt der gebürtige Kroate mit seiner Frau schon seit 40 Jahren. Schon damals habe er geahnt, dass „irgendwann mal alle hierher wollen“, erzählt er. „Wir haben Pionierarbeit geleistet. Man hat das Gefühl, in der Heide zu sein.“ Natürlich hat er auch schon seinen eigenen künstlerischen Beitrag zum Stadtteil geleistet: Es sind Radierungen alter Bauernhäuser. Magdic schmunzelt. „Jeder, der hier was auf sich hält, hat sich eine Radierung besorgt.“
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