CDU-Ratsherr Friedrich-Wilhelm Busse (47) ist Vorsitzender des Pinkenburger Kreises.
Sie gelten als Ur-Buchholzer: Wie weit reichen Ihre familiären Wurzeln im Stadtteil eigentlich zurück? Bis zur Dorfgründung vor 700 Jahren?
Leider kann ich nur 500 Jahre nachweisen. Das sind etwa 15 Generationen.
Und weil Sie hier so verwurzelt sind, liegt Ihnen Groß-Buchholz am Herzen?
Ich bin natürlich stolz drauf.
Was macht den Stadtteil so besonders für Sie?
Wir sind so etwas wie das letzte gallische Dorf im römischen Reich. Es gibt wohl keinen anderen Stadtteil, in dem die dörflichen Gründungsstrukturen noch so gut zu erkennen sind. Mit unserem Verein versuchen wir, diese Strukturen zu erhalten. Aber nicht nur das Ortsbild, auch das Leben, das dahintersteht.
Was hat Ihr Verein erreicht?
Etwa, dass Grünflächen und gepflasterte Straßen erhalten geblieben sind. Dass wir das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr erweitert und dort einen Brunnen gebaut haben, wo früher mal Pfützen und Schlaglöcher waren. Wir konnten auch den Abriss von Baudenkmälern minimieren. Das alles war ein Kampf.
Stehen Sie dann Neubauten skeptisch gegenüber?
Ich halte sogar viel von Neubauten, wenn der Stil zu der alten Bebauung passt. Was mir viel wichtiger ist: dass die Zugezogenen aktiv helfen, den dörflichen Charakter zu erhalten – indem sie etwa in einen Verein eintreten oder sich in der Kirchengemeinde engagieren.
Das klingt, als ob Ihnen soziale Nähe sehr wichtig wäre …
Das ist es, was ich am Stadtteil besonders schätze.
Und sonst?
Mir gefällt der Kontrast zwischen der dörflichen Beschaulichkeit und der extremen Moderne – etwa beim INI.
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