Carré Spierenweg: Hier finden alleinerziehende Mütter und Väter Hilfe
„Anders als in vielen vergleichbaren Einrichtungen wohnen diese hier aber nicht in Wohngemeinschaften, sondern in ihren eigenen Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen“, sagt Leiterin Astrid Heinze. Ziel sei es, ein selbstständiges Wohnen zu ermöglichen. Sozialpädagogen und -arbeiter helfen beim Lernprozess, den Haushalt und die Erziehung der Kinder in den Griff zu kriegen.
„Wir leben hier einfach unser Leben, das ist für mich etwas Besonderes“, sagt eine Bewohnerin. „Bisher ist es mir sehr schwer gefallen, mein Leben zu organisieren.“ Ohne die Einrichtung ginge es ihr und ihrer Tochter viel schlechter. „Das Jugendamt hat das vorgeschlagen, und ich habe es als letzten Ausweg begriffen“, sagt die Mutter, die etliche Jahre arbeitslos war. Wie viele andere Anwohner kommt sie nicht aus der Region.
Eine weitere wichtige soziale Einrichtung in Vinnhorst ist die „Villa Eden“ von der Drogenberatung Step an der Schulenburger Landstraße. Jeweils zehn Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren erfahren hier, wie sie ihr Leben ohne Drogen organisieren. Besonderen Wert legen die Mitarbeiter auf eine familienähnliche Atmosphäre. Erste Regel: Respekt und Toleranz. Aufnahmekriterium für die Jugendlichen ist, dass sie bereits keine Rauschmittel mehr konsumieren.
Damit die Bewohner beschäftigt sind, können sie sich im Kreativraum, in der Hobbywerkstatt und im Fitnessraum ablenken. Wie beim Spierenweg steht aber auch hier Selbstständigkeit im Vordergrund – Haushaltsführung, Wohnungsputz, Wäschewaschen. Damit die Jugendlichen in der Villa Eden lernen, dass der Alltag nicht das ewige Paradies ist.
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