Freizeitheim-Leiterin: Franziska Schmidt
Das Motto des Freizeitheims lautet „Unter einem Dach: vernetztes Denken im Stadtteilzentrum“: Was heißt das genau?
Wir sind ein Mehrgenerationenhaus: Wir haben zum Beispiel einen Hort, eine Kita, den Seniorenservice, die Musikhochschule und die Bibliothek im Haus. Und zwar nicht nur als gemeinsame Mieter, sondern als Einrichtungen, die ihre Angebote und Schwerpunkte miteinander absprechen.
Welche Eigenschaften schreiben Sie dem Stadtteil zu?
Er ist eher unscheinbar und ihm fehlt das Grün. Die Vahrenwalder Straße schneidet ihn in zwei Hälften, Vahrenwald hat aber auch ruhige Wohngebiete. Kleinode sind auch die Hinterhöfe.
Es gibt aber auch andere Lichtblicke: Vahrenwalder Park und Jahnplatz sind aufwendig umgestaltet worden.
Das stimmt, vor allem mit dem Umbau des Vahrenwalder Parks hat sich die Stadt sehr viel Mühe gegeben. Jetzt ist er eine Oase im Stadtteil, im Sommer grillen die Menschen, sonnen sich.
Und gleich nebenan gibt es die edlen Szene-Treffs Cavallo, Basil und Acanto. Ein Gewinn?
Jetzt schon, weil sie sich etabliert haben. Aber ich denke, es sind mehrheitlich nicht die Vahrenwalder, die ins Basil oder Acanto gehen.
Sondern wer?
Club-Szenegänger und Besserverdiener aus anderen Stadtteilen. Der Vahrenwalder mag eher das Bodenständige.
Fehlt dem Stadtteil irgendetwas?
Ein schöner Biergarten im Vahrenwalder Park zum Beispiel, in dem man nach dem Besuch bei uns oder im Vahrenwalder Bad sitzen und klönen kann. Insgesamt fehlt es an netten gastronomischen Ecken wie in Linden oder List. Es könnten sich gerne noch mehr Geschäfte ansiedeln.
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