Seltene Ruhepause im Garten: Bezirksbürgermeisterin Margrit Heidi Stolzenwald hält sich sonst mit viel politischer Stadtteil-Arbeit und sozialem Engagement auf Trab.
Sie sind Rentnerin – aber immer noch sehr aktiv. Kommt bei Ihnen jemals Langeweile auf?
Nein. Ganz und gar nicht. Manchmal wird mir das Ganze schon ein bisschen zu viel. 20 bis 25 Arbeitsstunden kommen schon zusammen. Deswegen lege ich auch, so oft es geht, eine Mittagspause ein. Wissen Sie, mein Mann kocht gerne. Mittags ruft er dann an, wo ich bleibe.
Mit welchen Terminen ist Ihr Durchschnittstag denn verplant?
Ich führe viele Gespräche, nehme an Sitzungen teil, viele davon drehen sich um das Projekt „Soziale Stadt“ in Stöcken. Mein Terminplan ist also ziemlich ausgefüllt.
Wieso genießen Sie nicht einfach den Ruhestand?
Weil das Engagement mein Leben bereichert. Und weil die Arbeit etwas zurückführt. Darum mache ich das.
Und weil man mit dem Bundesverdienstkreuz dafür belohnt wird?
Ich bin keine Frau, die Orden trägt. Sicher bin ich ein bisschen stolz auf das Verdienstkreuz. Mehr aber auch nicht.
Wie würden Sie Ledeburg beschreiben?
Als bürgerlichen Stadtteil, in dem man gut mit allen zusammenleben kann, in dem man freundlich aufgenommen wird, in dem man sich um den Nachbarn kümmert und das Vereinsleben achtet.
Das klingt sehr positiv.
Ich bin ein Mensch, der sagt: Bevor ich groß meckere, schaue ich, was ich alles ändern kann.
Was würden Sie sich für den Stadtteil wünschen?
Wünsche? Ich kann mich nicht beschweren.
Gut. Dann vielleicht eine Anregung?
Na ja. An unserem Grundstück verläuft eine Bahnlinie zum VW-Werk. Dass die manchmal um sechs Uhr morgens tutet, ist vielleicht etwas störend. Da geht doch kein Mensch über die Gleise. Andererseits denke ich: Was solls – das ist eben unsere Wirtschaft.
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