Ernte im Schulgarten: Die Kartoffeln die Luis (9) und seine Mitschüler von der Grundschule an der Kestnerstraße aus der Erde holen, werden nach der Ernte zubereitet.
Das einmalige Konzept der Stadt Hannover sorgt weltweit für Aufsehen.
Auf dem knapp acht Hektar großen Gelände können Studenten, Senioren und vor allem Schülergruppen erfahren, wie die Pflanzen in der Natur gedeihen. Meistens säen die Schulklassen auf einem dafür festgelegten Beet Nutzpflanzen aus, um sie dann zur rechten Zeit wieder zu ernten.
Ob Kartoffeln, Radieschen, Spinat, Paprika, Auberginen, Kürbisse oder Gewürze: Im Botanischen Schulgarten lernen die Kinder fast alles über Pflanzen, die sie zuvor nur aus Supermarktregalen kannten. Gleichzeitig werden die Themen im Biologieunterricht erarbeitet. „Die Schüler sind immer sehr engagiert und mit großem Spaß dabei“, sagt Schulgarten-Lehrerin Sigrun Giseler. In der Regel wird das Gemüse unmittelbar nach der Ernte verkostet. Giseler: „So lernen die Kinder, wie die Pflanzen zubereitet werden müssen.“ Auf dem Stundenplan – auch für Studenten – stehen außerdem Meteorologie, Solartechnik, Astronomie und Geologie.
Auf dem Gelände neben der Freiluftschule sind auch Biotope, zum Beispiel ein Weiher, ein Erlen-Birkenbruch, ein Laubwald und eine Waldwiese angelegt. Hier können die Schüler Pflanzen, Tiere, Gewässer, Böden, Klima und andere naturwissenschaftliche Themen untersuchen. Außerdem gibt es eine Imkerei und ein Tropenhaus – auch Würgeschlangen und Eulen gehören zum tierischen Unterrichtsprogramm.
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